Pogatetz will mit dem VfL in die Champions League

Wolfsburg  Emanuel Pogatetz hat mit dem VfL viel vor. „Ich will in meiner Karriere die Champions League erreichen. Deshalb bin ich zum VfL gewechselt“, sagt er.

Obwohl der VfL in den vergangenen beiden Jahren den Europapokal verpasste, möchte Pogatetz gleich durchstarten. „Wir wollen vorne mitspielen und uns für das internationale Geschäft qualifizieren.“

Mit Hannover 96 hatte der Innenverteidiger in der abgelaufenen Saison schon für Furore in der EuropaLiga gesorgt und zudem anders als sein heutiger Verein erneut die Qualifikation für den Wettbewerb geschafft. Dennoch entschied er sich für den Wechsel. „Der VfL hat mehr Möglichkeiten als 96. Dort entwickelt sich zwar etwas, aber kurzfristig sind die Möglichkeiten in Hannover limitiert“, sagt der 47-malige österreichische Nationalspieler, für den der VfL etwa 2,3 Millionen Euro zahlte. „Mit 29 Jahren ist es für mich die super Möglichkeit, einmal bei einem Verein mit Champions-League-Anspruch zu spielen.“

Dabei hatte es noch zu Beginn des Jahres ausgesehen, als läge seine Zukunft in der niedersächsischen Landeshauptstadt. Erst im Februar hatte er seinen Vertrag bei Hannover 96 vorzeitig bis 2015 verlängert. „Damals habe ich mich sehr wohlgefühlt“, erklärt er. „Doch zum Ende der Saison hin hatte ich immer mehr das Gefühl, dass der Verein nicht mehr 100-prozentig auf mich baut. Zudem habe ich aus den Medien erfahren, dass Hannover einen neuen Innenverteidiger sucht.“

Mitte März schmorte „Emi“ beim Europa-Liga-Heimspiel der 96er gegen Standard Lüttich 90 Minuten nur auf der Bank, suchte danach das Gespräch mit Trainer Mirko Slomka. Was folgte, war der Kabinen-Zoff mit dem Coach, dem die Suspendierung für das kommende Bundesliga-Spiel und Straftraining folgten. „Sicher wurde es in der Trainer-Kabine etwas lauter. Dann musste ich mehr trainieren, danach war für uns beide die Sache erledigt“, hat Pogatetz die Probleme mit Slomka abgehakt.

Dass er nun ausgerechnet im ersten Heimspiel der Saison mit dem VfL auf seinen Ex-Verein trifft, stört Pogatetz nicht. „Ich werde spielen wie in jedem anderen Spiel auch. Sicher ist es besonders, auf seine alten Kollegen zu treffen. Aber Gefangene werden da sicher nicht gemacht.“

Der Österreicher, beim VfL erst bis 2015 unter Vertrag, will schnellstmöglich der von Felix Magath erhoffte Abwehr-Stabilisator werden. „Ich werde alles dafür tun, dass der VfL besser abschneidet als zuletzt und weniger Gegentore kassiert“, sagt er. Auf seine gewohnte Rückennummer muss er bei dem Vorhaben allerdings verzichten. Die Vier trägt beim VfL bekanntlich Marcel Schäfer, Pogatetz läuft künftig mit der Fünf auf. „Ich habe vorher gesagt, dass alles außer der Zehn okay für mich ist.“

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder
Captcha
    Weitere Artikel aus diesem Ressort