Weltmeister Vieira lobt Jiracek

Wolfsburg  Beim VfL war er zuletzt fast nur noch Ersatzspieler, doch in der tschechischen Nationalelf läuft es für Petr Jiracek bei der EM derzeit bestens.

„Er hat nicht nur ein fantastisches und sehr, sehr wichtiges Tor erzielt, er war auch das Herzstück seiner Mannschaft“, lobte Patrick Vieira den tschechischen Mittelfeldspieler des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten nach dessen 1:0-Siegtreffer am Samstag gegen Polen. Vieira weiß wovon er spricht, immerhin holte er 1998 mit Frankreich den WM-Titel im eigenen Land und wurde zudem 2000 auch noch Europameister.

Die guten Leistungen bei der Europameisterschaft, die Qualifikation für das Viertelfinale und die Lobeshymnen, die nun auf ihn einprasseln – für Jiracek ist es Balsam auf seine im vergangenen Halbjahr arg gebeutelte Fußballer-Seele. Im Winter von Viktoria Pilzen nach Wolfsburg gewechselt, verlor er nach dem 23. Spieltag seinen Stammplatz, kam nur noch sporadisch zum Einsatz.

Nun ist er wieder obenauf, und kann sein Glück kaum fassen. „Das ist der größte Moment meiner Karriere“, sagte er tschechischen Medien nach dem Viertelfinaleinzug. „Nach der Auftaktniederlage gegen Russland haben wir als Team gekämpft, in den beiden Spielen danach unser wahres Leistungsvermögen gezeigt und nun den ersten Platz in unserer Gruppe geholt. Das ist einfach nur fantastisch.“

Den Schwung aus der Europameisterschaft will er mit nach Wolfsburg nehmen und im Kampf um einen Stammplatz im VfL-Mittelfeld angreifen. „Das erste halbe Jahr war mit der Umstellung auf den deutschen Fußball schwer für mich. Aber ich will spielen und auch in Wolfsburg zeigen, was ich kann.“

Bei der Europameisterschaft blüht der 26-Jährige auf, gehört zu den Leistungsträger bei den Tschechen. Der Siegtreffer gegen Polen war bereits sein zweiter Turniertreffer. Damit zog er mit seinem künftigen Teamkollegen, VfL-Neuzugang Vaclav Pilar gleich.

Kein Wunder das Tschechiens Trainer Michal Bilek die beiden Wolfsburger nach ihren starken Auftritten lobt: „Beide spielen eine sehr gute EM. Vor allem Pilar hat sehr viel Druck gemacht.“

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