Schnappt sich Magath Italo-Bollwerk Salvatore Bocchetti?

Wolfsburg  Der VfL sucht weiter Verstärkungen für die Abwehr. Trainer Felix Magath soll dabei ein Auge auf Salvatore Bocchetti von Rubin Kasan geworfen haben.

Salvatore Bocchetti stand im vorläufigen EM-Aufgebot Italiens.

Foto: imago

Salvatore Bocchetti stand im vorläufigen EM-Aufgebot Italiens. Foto: imago

Der 25-Jährige spielt seit Sommer 2010 beim russischen Fußball-Erstligisten, erzielte in der abgelaufenen Saison als Innenverteidiger in 32 Liga-Einsätzen fünf Tore.

Kasan hat Bocchettis Beratern bereist signalisiert, dass sie dem fünfmaligen italienischen Nationalspieler bei einem passenden Angebot keine Steine in den Weg legen werden. Sein Vertrag bei den Russen läuft noch bis zum 31. Dezember 2013, als Ablösesumme sind zehn Millionen Euro im Gespräch.

Bocchetti ist einem Wechsel – speziell in seine Heimat Italien – nicht abgeneigt. „Sollte das Angebot eines großen Vereins kommen, würde ich sofort nach Italien zurückkehren“, sagte der Verteidiger vor wenigen Tagen im Interview mit Tuttojuve.com.

Juventus Turin soll an einer Verpflichtung des Linksfußes interessiert sein, alleine die Ablöseforderung der Russen schreckt den italienischen Rekordmeister ab. Zudem soll Bocchetti bei Rubin gut 2,5 Millionen Euro pro Jahr verdienen.

Doch auch der VfL darf sich trotz des Juve-Interesses Hoffnungen auf eine Verpflichtung Bocchettis machen. „Salvatore möchte wieder in einer der großen Ligen spielen. Italien, Spanien, England oder die Bundesliga – ihn reizen alle diese Länder“, sagt einer seiner Vertrauten gegenüber unserer Zeitung.

Trotz seiner 25 Jahre ist Bocchetti ein erfahrener Spieler, spielte bereits in der Champions League und der Europa-Liga. Zudem gehörte er 2010 zum italienischen WM-Aufgebot in Südafrika, kam allerdings nicht zum Einsatz. In diesem Jahr stand er im vorläufigen EM-Kader der Squadra Azzurra, wurde von Nationaltrainer Cesare Prandelli aber aus dem Aufgebot gestrichen.

Der Stern des gebürtigen Neapolitaners war 2008 beim CFC Genua aufgegangen, wo er zum Nationalspieler wurde. Mit dem Wechsel nach Russland bekam seine Nationalelf-Karriere jedoch einen Knick. Sein letztes Länderspiel bestritt er im Juni 2010 gegen die Schweiz.

Dennoch glauben Kenner des russischen Fußballs, dass Bocchetti der zuletzt wackligen VfL-Abwehr helfen würde. Er ist kopfball- und zweikampfstark und überzeugt durch gutes Stellungsspiel. Mit Rubin Kasan kassierte er in der abgelaufenen Saison 41 Gegentore, nur Meister Zenit St. Petersburg stand hinten besser.

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