Der VfL sucht vor allem Innenverteidiger

Wolfsburg  Defensiv drückte beim VfL am heftigsten der Schuh. 60 Gegentore sprechen eine deutliche Sprache. Deshalb sollen in der Abwehr Verstärkungen kommen.

Emanuel Pogatetz gilt als Top-Verteidiger. Der Österreicher von Hannover 96 steht in Verhandlungen mit dem VfL Wolfsburg.

Foto: dpa

Emanuel Pogatetz gilt als Top-Verteidiger. Der Österreicher von Hannover 96 steht in Verhandlungen mit dem VfL Wolfsburg. Foto: dpa

Mindestens zwei neue Leute will Wolfsburgs Fußball-Bundesligist für die zentrale Abwehr in der neuen Spielzeit holen. Die interne Analyse des VfL nach Saisonschluss hat ergeben, dass in der Innenverteidigung der Bedarf an Verstärkungen am größten ist. Trainer Felix Magath hat sich vom VfL-Aufsichtsrat bereits grünes Licht dafür geholt, massiv in die Abwehr zu investieren.

Deshalb sucht er im In- und Ausland nach Alternativen zu Felipe Lopes, Alexander Madlung und Marco Russ. Weit oben auf der Liste steht weiterhin ein Spieler aus der Nachbarschaft. Mit Emanuel Pogatetz von Hannover 96 hat Magath bereits Kontakt aufgenommen. Der 29-Jährige gehörte in den vergangenen zwei Jahren zu den Pfeilern von Hannovers Aufschwung, trug zuletzt aber einige Meinungsverschiedenheiten mit Trainer Mirko Slomka aus. Deshalb ist es durchaus möglich, dass 96 den Österreicher für weniger als drei Millionen Euro aus seinem bis 2015 laufenden Vertrag entlässt. Das ist eine Summe, die Magath bereit wäre zu zahlen.

Damit wäre Pogatetz sogar vergleichsweise günstig. Geht der Transfer zu diesen Konditionen über die Bühne, hätte der VfL noch genug Geld für einen zweiten guten neuen Innenverteidiger zur Verfügung. Das könnte dann der Brasilianer Douglas sein. Der 24-Jährige spielt seit fünf Jahren bei Twente Enschede, wo Ex-VfL-Coach Steve McClaren tätig ist. Der hat das Wolfsburger Interesse an seinem Mann bereits registriert und möchte ihn eigentlich nicht hergeben. Zuletzt verlängerte Twente Douglas’ Vertrag per Option um ein Jahr bis 2013. Die Niederländer wollen in diesem Sommer mit dem bulligen Abwehrspieler noch einmal Kasse machen. Der VfL müsste für Douglas sieben bis acht Millionen Euro überweisen.

Da wäre Simon Kjaer günstiger, der vom AS Rom zum VfL zurückkehrt. Doch dem Dänen wird in Wolfsburg keine Zukunft mehr eingeräumt. Die Römer haben Interesse, den 23-Jährigen erneut zu verpflichten, wollen aber nicht mehr als fünf Millionen Euro zahlen.

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