Wegen dummer Strafen: EHC nach 3:1 noch 3:5
Eishockey-Vizemeister EHC Wolfsburg kassierte am Sonntag in Düsseldorf die dritte Niederlage in Folge.
Erstes Null-Punkte-Wochenende des EHCWolfsburg: Nach dem 2:3 gegen Hamburg am Freitag setzte es beim Tabellenvorletzten DEG Metro Stars aus Düsseldorf eine 3:5 (0:1, 2:0, 1:4) -Pleite. Und das obwohl die Grizzlys schon 3:1 geführt hatten.
Dafür hatten Treffer von Kai Hospelt, Sebastian Furchner und Tyler Haskins gesorgt. Doch die DEG schlug zurück. Connor James, Andrew Hedlund, Evan Kaufmann, Adam Courchaine und Daniel Kreutzer trafen für die Rheinländer.
Nach zehnminütigem Abtasten machten beide Teams ernst. Vor allem die DEG: Evan Kaufmann (12.Minute) und Andy Hedlund (12.) probierten es noch vergeblich. James brachte den Tabellenvorletzten dann 1:0 in Führung (16.). Zehn Sekunden später fast das 2:0. Courchaine auf James – vorbei! Ben Gordon tunnelte Lang, ein Verteidiger klärte noch auf der Linie (19.). Die Grizzlys hatten nur eine echte Chance im ersten Drittel. Schuss Matt Dzieduszycki, aber Keeper Bobby Goepfert parierte am Boden liegend mit der Fanghand (19.).
Kurz nach Wiederbeginn ein Wolfsburger Doppelschlag. Innerhalb von 26 Sekunden drehten die Ex-Kölner Furchner und Hospelt das Spiel in Düsseldorf mit ihren Toren (22.). Der EHC nun besser und drückend überlegen. Die DEG zeigte sich völlig von der Rolle. Das Auftreten des Tabellenvorletzten hatte nichts mehr mit den Klasse-Vorstellungen der vergangenen Saison zu tun. Da stand die DEG noch im Play-off-Halbfinale und scheiterte nur knapp am späteren Meister Berlin.
Ärgerlich, dass die Grizzlys im Mitteldrittel die Chance ausließen, höher in Führung zu gehen. Die beste Möglichkeit vergab Beardsmore (39.), direkt von der Strafbank kommend. Nach zwei Minuten im letzten Abschnitt gelang Haskins aber direkt nach einer überstandenen Unterzahl das 3:1 für den EHC – die Entscheidung?
Mitnichten! Die Grizzlys nahmen plötzlich viele Strafzeiten. Das rächte sich bitterlich. Mit drei Powerplay-Toren von Hedlund (44.), Kaufmann (44.) und Courchaine (48.) innerhalb von nicht einmal fünf Minuten wendete die DEG das Blatt. Jeff Ulmer (56.) hätte den Sack zumachen können – Pfosten. 2:13Minuten vor Schluss hatte der EHC-Überzahl. Trainer Pavel Gross brachte statt des Torwarts einen sechsten Feldspieler. Davon profitierten nur die Gastgeber: Kreutzer schoss zum 5:3 (59.) ins leere Tor. Es war der erste DEG-Sieg gegen den EHC nach zuvor acht Pleiten.
