97:49 – Wildcats-Gala gegen Osnabrück
Wolfenbüttel Die Wildcats ließen den zuvor dreimal siegreichen Panthers Osnabrück beim 97:49 (35:22, 17:5, 26:15, 19:7)-Erfolg nicht den Hauch einer Chance.
Was für ein Auftritt des amtierenden deutschen Frauenbasketball-Meisters! Die erfreulichsten Erkenntnisse vorab: Die lange Garde der Wildcats, bislang stets das Sorgenkind von Trainer Vlastibor Klimes, konnte endlich einmal geschlossen überzeugen. Neben der gewohnt starken Ieva Kulite zeigten sich Viki Vincze (sechs Punkte, zehn Rebounds), Suska Berger (sechs Zähler) und Mara Conley (elf) deutlich formverbessert. Bemerkenswert war zudem, dass sich alle zehn Wolfenbüttelerinnen in die Scorerliste eintrugen, allein fünf punkteten zweistellig.
Insgesamt war es eine rundum gelungene Vorstellung – selbstbewusst, variabel, treffsicher. Wer das sprichwörtliche Haar in der Suppe suchte, der konnte lediglich mit der in der ersten Halbzeit laxen Osnabrücker Verteidigung argumentieren, die den Wildcats das Punkten häufig sehr leicht machte. Bis zur 16. Minute standen für die Panthers als Mannschaft gerade zwei Fouls zu Buche.
In dieser Zeit legte Wolfenbüttel den Grundstein für die Demontage des Tabellendritten. Die Wildcats ließen Ball und Gegner laufen, bis sie freie Würfe hatten, diese verwandelten sie traumhaft sicher. Roli-Ann Haldin, Mara Conley und Brianne O‘Rourke kamen im Auftaktviertel zusammen auf neun Treffer bei neun Versuchen (22 Punkte).
Ganz anders die Gäste, deren Angriffsspiel nur von Einzelaktionen der US-Girls Angela Pace, Jasmine Byrd und Alison Schwagmeyer lebte. Im ersten Viertel ging dieses Konzept noch halbwegs auf. Dann aber verteidigte Wolfenbüttel das Trio enger. Die Gäste brachten bei drastisch sinkenden Wurfquoten nur mickrige fünf Zähler im zweiten Abschnitt zustande. Am Ende kam Osnabrück auf katastrophale 27 Prozent.
Die früheren Wolfenbüttelerinnen, Jessica Höötmann (vier Punkte) und Juliane Höhne (drei Zähler), blieben völlig blass. Höhne rieb sich im Positionskampf gegen die Wildcats-Center auf, ohne frei zum Wurf zu kommen. Höötmann blieb dem Wolfenbütteler Korb gänzlich fern, verließ sich nur auf ihren Halbdistanzwurf, traf aber nur zwei ihrer elf Versuche. Ein weiterer entscheidender Faktor war das Teamspiel. Magere sechs Korbvorlagen standen nach 40 Minuten für Osnabrück auf dem Statistikbogen (Wolfenbüttel: 22).
Zwar packte Osnabrück nach dem Seitenwechsel in der Verteidigung etwas beherzter zu, doch die Wildcats fanden immer wieder neue Optionen, um erfolgreich zum Abschluss zu kommen. Am Ende fieberten die Fans der 100-er-Grenze entgegen. Die aber erreichten die Wildcats nicht mehr. Dennoch scheint der Meister bereit für das Duell mit Titelfavorit Wasserburg.
Wildcats: O‘Rourke 12 Punkte/2 Dreier, Kulite 13, Haldin 20/1, Vincze 6/10 Rebounds, Hartwich 7, Morton 4, Callahan 4, Berger 6/5 Assists, Whitcomb 14/1, Conley 11.



