Weite Anreise soll sich lohnen
Braunschweiger Volleyballerinnen spielen heute für den USC in Vilsbiburg
BRAUNSCHWEIG. Entspannung weit ab von der Heimat war gestern bei den Erstliga-Volleyballerinnen des USC angesagt. Während in Braunschweig hinter den Kulissen weiter an einem neuen Konstrukt für den Erhalt des Spitzen-Volleyballs gearbeitet wurde, stand bei der Mannschaft nur die Anreise zum nächsten Gegner nach Vilsbiburg auf dem Plan. Trainiert wurde nicht. Entspannung pur war angesagt.
Damit ist es heute jedoch vorbei. Videovorbereitung steht direkt nach dem Frühstück auf dem Plan, anschließend sind eineinhalb Stunden Training geplant. Die Partie gegen den Tabellen-Vierten, die Roten Raben Vilsbiburg, beginnt um 20 Uhr. Eine schwere Aufgabe für den Achten, doch "ich fahre nicht acht Stunden quer durch Deutschland, um zu verlieren", sagte USC-Zuspielerin Nadine Nickel vor der Abreise. Und traf damit genau den Mannschaftsgeist.
Die Einstellung stimmt wieder. Das hatte schon das jüngste Heimspiel gegen Dresden gezeigt. Auch wenn es ein 0:3 gesetzt hatte. Vilsbiburg, zuletzt in Wiesbaden im Tie-Break geschlagen, gehört zu den Liga-Favoriten und hat reichlich National-Spielerinnen im Kader.
USC-Trainer Alberto Salomoni hat sich die Partie des heutigen USC-Gegners genau angesehen und ausgemacht, dass die Raben in einigen Rotationen Probleme in der Annahme haben. Vorausgesetzt, der Gegner schlägt druckvoll auf. "Unsere Priorität muss aber darauf liegen, eigene Fehler zu vermeiden", betont der Coach.
Schon am Sonntag geht es übrigens weiter: Beim USC gastiert dann Suhl (15 Uhr, Tunica-Halle).
Eine Entscheidung, ob und wie es nach dieser Saison mit dem Erstliga-Volleyball in Braunschweig weitergeht, wird voraussichtlich am Dienstag fallen. Dann treffen sich der Geschäftsführer der Deutschen Volleyball-Liga, Thorsten Endres, der Präsident des USC, Jörg Matthes, und die Managerin und Sponsorin der Erstliga-Mannschaft, Maria Ahola.
Ahola hatte angekündigt, sich zum Saisonende zurückzuziehen – als Managerin und Sponsor. Als Grund nannte sie ein zerstörtes Verhältnis zwischen Klub und Management. Nun hat der USC signalisiert, die Lizenz an Ahola abzugeben, die ohne den USC weitermachen würde. Endres soll das Gespräch moderieren. Die DVL hatte betont, großes Interesse daran zu haben, dass Ahola ihr Engagement fortsetzt.



