Schmidt: Eine richtig geile Geschichte
Platendorf Die meisten Tore erzielt, die wenigsten Gegentreffer kassiert. 14 Spiele gewonnen, nur eins verloren – im ungünstigsten Fall sieben Punkte Vorsprung.
Wer bitte schön soll dem TuS Neudorf-Platendorf denn in dieser Saison die Meisterschaft in der Fußball-Bezirksliga noch streitig machen?
Eine Frage, die das Verfolgerfeld ganz einfach beantwortet: Niemand! Und wenn es nach Platendorfs Trainer Ralf Schmidt geht, soll die Konkurrenz mit ihrer Einschätzung natürlich richtig liegen. „Ich kann mich doch jetzt nicht hinstellen und sagen, ich will den UI-Cup erreichen“, erklärt der TuS-Coach flapsig, dessen Team schon in der vergangenen Saison meisterliche 72 Zähler einfuhr. Damals mussten sich die Moorkicker aber bekanntlich aufgrund der schlechteren Tordifferenz gegenüber dem VfR Eintracht Nord mit Platz 2 begnügen.
Abgehakt! Doch vielleicht war es eben diese Vizemeisterschaft, die die Truppe noch enger zusammengeschweißt hat. Denn wie der kleine TuS-Kader personelle Rückschläge wie die langwierige Verletzung von Marvin Lippke oder die Sperre von Vitali Kast weggesteckt hat, das war schon imposant. „Das ist einfach eine richtig geile Geschichte“, gerät Schmidt regelrecht ins Schwärmen, wenn er über seine Jungs spricht.
Der Teamgeist, die Kompaktheit: Das sind die Platendorfer Schlüssel zum Erfolg. Und dann ist da auch noch ein gewisser Harry Pufal, der baumlange Abwehrchef mit Regionalliga-Erfahrung. „Klar ist er eine wichtige Säule für uns. Im Training ist Harry schon so eine Art Co-Trainer. Aber er ist auch nicht der alleinige Kopf der Mannschaft“, betont Ralf Schmidt. Stellvertretend für viele Erfolgsfaktoren nennt er „Aushilfsstürmer“ Tim Meyer und Neuzugang Tim Laffert, der „toll aufgenommen wurde und heute eigentlich schon ein echter Platendorfer ist. Für mich ist Tim Laffert einer der besten Spieler der Liga“.
Ein besonderer Spieler für Schmidt ist dagegen Björn Schrader: „So einen wie ihn habe ich noch nie erlebt. Er organisiert alles mit und ist zusammen mit unserem Betreuer Dennis Schön immer als Erster da.“



