Politische Gründe: Dejagah nicht zur U21

Der gebürtige Iraner fehlt beim Spiel in Israel – Beide Staaten sind Erzfeinde

WOLFSBURG. Aus politischen Gründen hat VfL-Mittelfeldakteur Ashkan Dejagah seine Teilnahme am Länderspiel der deutschen U21 am Freitag in Israel abgesagt.

"Es ist bekannt, dass ich Deutsch-Iraner bin. Mehr möchte ich dazu nicht sagen", äußerte der in der iranischen Hauptstadt Teheran geborene Dejagah, nachdem U21-Bundestrainer Dieter Eilts seinen Kader benannt hatte und der Name des Wolfsburger Profis überraschend fehlte. Hintergrund von Dejagahs Absage: Israel und der Iran sind Erzfeinde. Irans Präsident hat in einer Rede vor genau zwei Jahren sogar die Vernichtung des Staates Israel gefordert. Möglicherweise hätte der Deutsch-Iraner Dejagah deshalb Schwierigkeiten bei der Einreise in Tel Aviv gehabt, oder es hätte diplomatische Verwicklungen gegeben, die niemand möchte.

"Es war von vornherein klar, dass ich nicht mitfliege. Der Trainer hat die Gründe verstanden", sagte Dejagah, der sich in der nächsten Woche voll auf den VfL konzentrieren kann.

Und er kann sich mit dem Thema befassen, ob er nach der U21-Zeit weiter für Deutschland oder dann für den Iran spielt. "Es gibt lockere Anfragen von der Nationalmannschaft", bestätigt der VfL-Profi. mro

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder
Captcha
    Weitere Artikel aus diesem Ressort