Zwei Heimsiege könnten reichen – jeder Korb ist wichtig
Braunschweig Schon am Samstag geht die Jagd der Phantoms-Basketballer auf einen Play-off-Runden-Platz weiter mit dem Spiel in Quakenbrück
Die hauchdünne 88:91-Niederlage am Mittwoch gegen Bayern München lag den Braunschweiger Erstliga-Basketballern gestern noch schwer im Magen. „Wir haben unser Bestes gegeben, und ich weiß wirklich nicht, warum das nicht gut genug war“, meinte Topwerfer Branko Jorovic, der fünf Dreier bei acht Versuchen getroffen hatte. Einerseits wurmte der ärgerliche Bayern-Bonus der Schiedsrichter Team und Trainer, andererseits die Einsicht, die letzten drei Angriffe der hochklassigen Partie eben nicht mehr gut genug abgeschlossen zu haben. Dennoch hieß die Devise im Abendtraining: abhaken!
Denn schon morgen gibt es in Quakenbrück die Chance, die nächsten Punkte für den Play-off-Einzug zu erkämpfen. Durch die Ergebnisse der Konkurrenz, die Niederlagen Bonns und Oldenburgs, hat sich die Lage für die Phantoms nicht wesentlich verschlechtert.
„Insofern war es kein Beinbruch“, meinte Kapitän Nils Mittmann. „Wir haben jetzt noch zwei Endspiele in eigener Halle gegen Bonn und Oldenburg, die wir gewinnen müssen. Da wird sich herausstellen, ob wir es verdienen, dieses Jahr wieder in die Play-offs zu kommen.“
In der Tat könnten in der neuen Tabellenkonstellation zwei Siege aus den restlichen vier Spielen und somit insgesamt 18:16 Siege reichen für die Braunschweiger. Und auf jeden Fall müssen sie einen dieser Erfolge – und zwar möglichst einen hohen – gegen Bonn landen.
Gelingt dies, könnten die Phantoms damit glatt in den Top-Acht stehen. Einem Vierervergleich mit Frankfurt, Bonn und Bremerhaven könnten sie ebenfalls gelassen entgegenblicken. In zwei Fällen wird es hingegen unglaublich eng: In einem Dreiervergleich mit Frankfurt und Bonn sowie in einem auch möglichen Zweiervergleich mit Bremerhaven wären die Bilanzen der Teams untereinander gleich. Dann käme es auf die Korbdifferenz im Dreiervergleich beziehungsweise die Gesamtkorbdifferenz an. Jeder Korbpunkt zählt also im Punktrunden-Endspurt. Und schlimmstenfalls entscheidet die Höhe des Ergebnisses im direkten Duell zwischen Bonn und Frankfurt am letzten Spieltag, ob die Phantoms in die Play-offs kommen oder nicht.
Also lieber einen dritten Sieg landen und auf der sicheren Seite sein. „Noch haben wir es in der Hand“, betont Co-Trainer Philipp Köchling. „Und ich denke, am Samstag in Quakenbrück ist was drin.“
