„Würzburg spielt die beste Verteidigung der Liga“
Braunschweig Phantoms-Co-Trainer Lars Masell lobt seinen Ex-Klub. Nils Mittmanns und Casey Mitchells Einsatz im Auswärtsspiel am Sonntag fraglich.
„Ich freue mich, ein paar bekannte Gesichter wiederzusehen, aber sonst ist das für mich ein Spiel wie jedes andere“, sagt Lars Masell. Der Co-Trainer der Braunschweiger Basketballer ist erst vor ein paar Wochen aus dem Jugendprogramm des morgigen Gegners Würzburg zu den Phantoms gewechselt.
Ein anderer Ex-Würzburger, Nils Mittmann, würde liebend gerne im Hexenkessel der Unterfranken auflaufen. Doch ob der Phantoms-Kapitän das kann, entscheidet sich erst kurzfristig. Nach seiner Nervenverletzung in der Leiste konnte er immer noch nicht ganz schmerzfrei trainieren. Pausieren musste auch Topscorer Casey Mitchell, der sich einen Muskel am Knie gezerrt hatte. Wie Mittmann fährt er mit an den Main und testet dort im Abschlusstraining seine Belastungsfähigkeit. „Wir hoffen natürlich, dass beide spielen können“, sagt Masell. Denn angesichts des aggressiven Spielstils des Gegners dürfte es kaum möglich sein, ein drittes Mal in Folge mit einer kleinen Rotation ohne zwei Leistungsträger zu gewinnen.
„Die spielen die beste Verteidigung der Liga“, lobt Masell die Gastgeber, die sich als Tabellenelfter bislang etwas unter Wert geschlagen haben. Das mag auch an der Doppelbelastung mit dem Eurocup liegen. Am Mittwoch waren die Würzburger noch im ukrainischen Mariupol aktiv und feierten einen klaren Sieg.
Im Sommer hat sich der Vorjahres-Halbfinalist noch mit sehr starken, bundesligaerfahrenen Profis verstärkt und setzt seine Gegner 40 Minuten unter Dauerdruck. „Das ist eine unheimliche Intensität, da hat man kaum Chancen, mal durchzuatmen“, schildert Masell. „Und wir müssen zusehen, dass wir die Atmosphäre nicht an uns rankommen lassen – oder zumindest nur positiv.“
Souveräner und ballsicherer Spielaufbau ist also gefordert von den Braunschweigern. „Würzburg bestraft jeden Fehler“, mahnt der Co-Trainer.
Aber die Baskets sind nicht nur das Team mit den meisten Ballgewinnen, sondern auch mit den meisten Ballverlusten. Vielleicht ein Ansatzhebel für die Verteidigung der Phantoms. Sie brechen jedenfalls – angesichts ihrer guten Auswärtsleistungen mit Siegen in Trier und München sowie hauchdünnen Niederlagen in Oldenburg und Frankfurt – optimistisch auf. „Wir treten da in dem Bewusstsein an, dass wir was erreichen können“, betont Masell.
•Baskets Würzburg – Phantoms Braunschweig, Sonntag, 17 Uhr.
