„Wir müssen schnell den Frust abschütteln“
Braunschweig Braunschweigs Basketballer wollen die Ulm-Niederlage vom Mittwoch am Samstag mit einem Sieg in Trier verarbeiten.
Der Groll über die knappe 91:92-Heimniederlage gegen Ulm ist noch nicht verflogen. Doch wollen ihn Braunschweigs Basketballer am Samstagabend in Trier in positive Energie umwandeln und sich den Sieg holen, der ihnen Mittwoch verwehrt wurde.
Denn nach genauem Videostudium fühlten sich die Phantoms-Verantwortlichen bestätigt in ihrer Einschätzung, dass die Schiedsrichter sie um drei Punkte benachteiligt hatten – angesichts einer Einpunkt-Niederlage schwer zu akzeptieren: Ulm war für einen Zweipunktetreffer ein Dreier gutgeschrieben, Braunschweig ein Korbleger von Immanuel McElroy unterschlagen worden.
Bei allem Frust über die zwei fehlenden Punkte hat der starke Auftritt gegen den Vizemeister der Mannschaft auch Selbstvertrauen verliehen. „Wir werden dieses Spiel als Motivation für die weitere Saison nutzen“, meinte Top-Werfer Casey Mitchell. „Jetzt müssen wir eben in Trier gewinnen“, sagte Center Nick Schneiders trotzig.
Das allerdings wird nicht so einfach. Die Trierer überraschten zum Auftakt mit einem 77:66-Erfolg bei den Tübingern, die in der Vorbereitung immerhin Bamberg und München geschlagen hatten. Obwohl TBB-Trainer Henrik Rödl in den Nationalspielern Maik Zirbes und Philipp Zwiener sowie Spielmacher Dru Joyce seine drei Besten ziehen lassen musste, hat er offensichtlich wieder ein gutes Team geformt.
„Die machen mit ihrer starken Verteidigung unheimlich viel Druck auf jeden Spieler“, beschreibt Phantoms-Trainer Kostas Flevarakis, was sein Team erwartet. Das Spiel werde jene Mannschaft für sich entscheiden, die mehr Energie und Intensität aufbringt, prophezeit der Grieche. „Deshalb wird es darauf ankommen, wie schnell wir die Belastung der Verlängerung gegen Ulm und den Frust über den Spielausgang abschütteln können.“
Und die Phantoms werden sich unter dem Korb steigern müssen, wenn sie gewinnen wollen. Denn dass die Verteidigung von Defensivkünstler Rödl ihnen nochmal so viele offene Dreipunktewürfe gönnt, wie es die Ulmer getan hatten, ist nicht zu erwarten.
Auf den großen Positionen sah es bei den Braunschweigern zum Auftakt offensiv noch dürftig aus. In der ersten Hälfte gelang nur ein Korberfolg aus der Zweipunktedistanz, insgesamt trafen Harding Nana, Nick Schneiders, Erik Land und Eric Boateng nur 6 ihrer 18 Würfe. So kamen die Phantoms trotz ihrer starken 52 Prozent Dreier nur auf die schwache Trefferquote von 39 Prozent. „Aber das wird noch“, beruhigte Schneiders. „Durch meine Verletzung und Erics Krankheit waren wir noch nicht so eingespielt, wir müssen noch zusammenfinden.“
Flevarakis setzt auf den zuletzt noch geschonten Boateng: „Trier spielt einen ganz anderen Stil als Ulm. Da brauchen wir ihn als athletischen großen Spieler unbedingt.“
•Trier – Phantoms Braunschweig, Samstag, 20 Uhr, Arena Trier.



