Will Oldenburg Machowski abwerben?
Braunschweig Braunschweigs Basketballer geraten unter Druck. Ihr Erfolgstrainer ist zur neuen Saison beim Ligarivalen Oldenburg im Gespräch.
Er fühle sich sehr wohl und könne sich vorstellen, der Thomas Schaaf Braunschweigs zu werden, sagt Phantoms-Trainer Sebastian Machowski seit Monaten. Doch sein Vertrag ist noch nicht verlängert. Und nun gibt es Interesse der Basketballer aus Oldenburg.
Der finanzkräftige Ligarivale hat seinen Meistertrainer Predrag Krunic entlassen, dessen Assistenten Ralph Held zum Interimscoach bis zum Saisonende befördert und sucht einen Nachfolger ab der neuen Saison. Das Anforderungsprofil: Es soll ein namhafter deutscher Trainer sein. Machowskis Name werde bei den Diskussionen vor Ort immer wieder genannt, berichtet die Nordwest Zeitung, zählt allerdings auch fast alle anderen deutschen Bundesligatrainer als Kandidaten auf.
„Schön, dass es so ein Gerücht gibt“, sagt Machowski. Schließlich ist das Interesse anderer Klubs immer auch schmeichelhaft und steigert den Marktwert eines Trainers. „Aber es ist nur ein Gerücht“, betont der Braunschweiger Erfolgscoach, er habe davon auch nur aus der Zeitung erfahren.
Wo noch kein Kontakt ist, kann ja noch einer geknüpft werden. Denn dass die Oldenburger bei der Suche nach einem neuen Trainer ein Auge auf ihn werfen, liegt nahe. Schließlich haben ihnen die Phantoms seit Machowskis Amtsantritt Niederlagen mit Trauma-Potenzial zugefügt.
In der Saison 2009/2010 warfen die Braunschweiger als Hauptrunden-Achter den amtierenden deutschen Meister und Tabellenführer der Punktrunde aus dem Play-off-Viertelfinale. In der vergangenen Spielzeit scheiterten die Oldenburger im K.-o.-Spiel um den Einzug ins Pokal-Top-4 am Machowski-Team, und in dieser Saison setzte es auch schon eine Heimniederlage gegen die Phantoms.
Käme ein Angebot des Ex-Meisters, dürfte das für Machowski durchaus attraktiv sein. Schließlich verfügen die Baskets über den doppelten Etat der Phantoms und treten – sofern sie sich qualifizieren – im Europapokal an. Dass es auch eins seiner Ziele ist, international zu spielen, daraus hat Machowski nie ein Hehl gemacht.
„Mir ist bekannt, dass in Oldenburg auch über Sebastian spekuliert wird“, sagt Braunschweigs Sportdirektor Oliver Braun. Die Phantoms steckten – wie angekündigt – längst in Verhandlungen mit dem 40-Jährigen über einen neuen Vertrag. Diese Gespräche ruhten allerdings zur Zeit, berichtet der Sportchef: „Wir haben beide gesagt, dass wir jetzt erstmal alle Kräfte bündeln wollen, um die Play-offs zu erreichen.“
Dass höher dotierte Angebote von anderen Klubs kommen könnten, sei ihm bewusst. „Sebastian hat es in der Hand“, sagt Braun. Weitere Details, warum nicht schon längst alles in trockenen Tüchern ist, will er nicht nennen. Und auch Machowski gibt sich wortkarg. „Um die Trainerfrage geht es jetzt gerade überhaupt nicht, sondern um die Play-offs, für die wir jeden Punkt und vielleicht auch noch jeden Korb brauchen.“
•BBC Bayreuth – Phantoms Braunschweig, Mittwoch, 19.30 Uhr.



