Vierte Sieg in Folge für SG-Basketballer
Man mag sich gar nicht ausmalen, wie die Partie wohl ausgegangen wäre, wenn Trainer Liviu Calin seine Stammkräfte am Ende nicht geschont hätte. Denn auch so schickten die Pro-B-Basketballer der SG Braunschweig die Giants aus Leverkusen mit einer 107:66 (59:30)-Packung auf die Heimreise.Dass Dennis Schröder, Lucas Gertz, Howard Sant-Roos sowie die beiden Theis-Brüder Frank und Daniel gleichzeitig auf der Bank sitzen, kommt nicht alle Tage vor. Gestern Abend konnte sich Liviu Calin diesen Luxus allerdings leisten. Stattdessen schickte der SG-Coach im letzten Viertel ausnahmslos seine zweite Garde ins Rennen. Zu eindeutig waren in der Alten Waage die Kräfteverhältnisse zwischen den beiden Mannschaften verteilt.
Vor knapp 400 Zuschauern präsentierten sich die Rheinländer erschreckend schwach – und wurden dementsprechend von den Gastgebern in Grund und Boden gespielt. "In meiner Zeit in der Pro B", sagte Lucas Gertz, "habe ich ein so eindeutiges Spiel noch nie erlebt." Und auch Liviu Calin konnte sich nicht erinnern, wann er als Trainer zuletzt einen so entspannten Abend verbracht hatte. "Das ist lange her."
Wer gedacht hatte, die Leverkusener würden nach ihrem ersten Saisonsieg vom vergangenen Wochenende voller Selbstbewusstsein zu Werke gehen, wurde schnell eines Besseren belehrt. Nach nur wenigen Angriffen führten die SG-Korbjäger mit 17:3, ohne dabei an ihre Leistungsgrenze gehen zu müssen. Von ihrer eigenen Nachwuchsmannschaft, so sah es streckenweise zumindest aus, wären die SG-Korbjäger gestern wohl mehr gefordert worden. "Dass es so einfach werden würde, hätte ich nicht erwartet", gestand Calin, für dessen Team es bereits der vierte Sieg in Folge war.
Bis zum 30:23 blieb Leverkusen zumindest in Schlagdistanz, ehe bei den Gästen alle Dämme brachen. Mit einer 29:7-Serie sorgte die SG bis zur Halbzeitpause für klare Verhältnisse. Bemerkenswert war insbesondere die Leistung von Lucas Gertz, der zu diesem Zeitpunkt ohne Fehlwurf zehn Punkte auf seinem Konto hatte. Der 21-Jährige war es auch, der mit seinem Alley-oop-Anspiel auf Daniel Theis für den Höhepunkt der zweiten Hälfte sorgte.


