US-Basketballprofi kündigt sich selbst an
Braunschweig US-Profi Thad McFadden soll nach Braunschweig kommen. Hängepartie in Sachen Daniel Theis.
Die Sehnsucht der Braunschweiger Basketball-Fans nach Neuzugängen schien am Donnerstag erstmals befriedigt. Denn der Amerikaner Thad McFadden hatte seinen Wechsel zu den Phantoms fröhlich über Twitter kundgetan. Der 25-Jährige für den Spielaufbau und die Position zwei kann gute Statistiken und Referenzen aus der ersten tschechischen Liga vorweisen.
Doch die Phantoms konnten noch keinen Vollzug melden. Es gebe zwar verhandelte Eckdaten, aber noch keinen ausgearbeiteten Vertrag, sagte Sportdirektor Oliver Braun. Richtig sei allerdings, dass die Braunschweiger McFadden verpflichten möchten. Der US-Profi hatte offensichtlich seine Zusage an seinen Agenten schon als Vertragsabschluss verstanden.
Auch weitere Personalien sind laut Phantoms-Sprecherin Fabienne Buhl weit gediehen. In den nächsten Tagen dürfte das neue Team Formen annehmen.
Eine Hängepartie ist hingegen immer noch der Fall Daniel Theis. Der Nationalspieler mit dem neuen Vertrag in Ulm und dem aus Phantoms-Sicht noch gültigen in Braunschweig startet heute im slowenischen Llubljana mit dem deutschen U-20-Team ins EM-Viertelfinale gegen Spanien. Beim Deutschen Basketball-Bund wird der Leistungsträger schon als Ulmer geführt. Allerdings habe dies nichts zu bedeuten, betont Sprecher Christoph Büker. „Wir machen das, sobald ein Verein einen Wechsel bekanntgibt – ohne Wertung oder Prüfung.“
Die BBL hingegen hat Theis` Namen aus ihrer offiziellen Wechselbörse wieder entfernt, und führt ihn derzeit weder bei den Schwaben noch bei den Niedersachsen im Kader auf. Sie wartet ab, ob sich die Vereine einigen.
Diesbezüglich hatte sich bis Wochenmitte nichts getan, wohl auch wegen der Urlaubszeit. Phantoms-Anwalt Hans-Werner Schrader sagte, er warte auf eine Reaktion aus Ulm oder von Seiten des Spielers beziehungsweise dessen Agenten. „Wir halten jedenfalls an unserem Vertrag fest.“
Theis habe aber, sagt zumindest sein Agent Ademola Okulaja, in Braunschweig „rechtzeitig und fristgerecht seine Kündigung eingereicht“ und damit eine Ausstiegsoption wahrgenommen. Das sehen die Phantoms anders, nennen aber aus juristischen Gründen keine Details.
Jedenfalls scheint der Spieler eine Ausstiegsklausel im Vertrag zu haben, deren Bedingungen nach Auffassung der Braunschweiger Seite nicht erfüllt sind.
