Pierre Merkel rackert vorne erfolglos
Von Henning Thobaben
Als einzige Spitze hat man es nicht leicht. Pierre Merkel rackerte sich im Angriff von Fußball-Oberligist Eintracht II ab. Doch ein Tor sprang nicht dabei heraus. Mit einem 0:0 endete die Partie gegen den VfB Oldenburg vor 500 Zuschauern.
Kurz nach dem Seitenwechsel hatte Merkel das 1:0 auf dem Fuß. Doch nach einem Pass in die Spitze kam der Angreifer nicht mehr richtig hinter den Ball. Die Gelegenheit eröffnete sich in der druckvollsten Phase seines Teams, das mit sieben Profileihgaben gespickt war.
Vor der Pause hatten sich die Blau-Gelben gegen die ambitionierten Gäste ein leichtes Übergewicht erarbeitet. Zwei, drei Chancen sprangen heraus, wenn auch keine hundertprozentigen. Bei einer Flanke Mitte der ersten Hälfte fehlten Merkel bei einer Kopfballgelegenheit nur ein paar Zentimeter.
"Wir hatten schon unsere Chancen, aber es gab sie auf beiden Seiten", sagte Merkel und dachte dabei auch an eine Schrecksekunde kurz vor dem Halbzeitpfiff. Innenverteidiger Jan Washausen unterlief einen langen Pass, Oldenburgs Marco Prießner scheiterte aber gleich doppelt an Eintracht-Schlussmann Marjan Petkovic. "Da hat Petko überragend reagiert", lobte Merkel.
Auch Mitte der zweiten Hälfte kam Oldenburg noch einmal zu einer Großchance, vergab jedoch. Eintracht hätte eine Viertelstunde vor Schluss durch Nils Göwecke treffen können. Doch der Außenverteidiger scheiterte. Gegen Ende rückten die Gastgeber bei Angriffen nicht mehr so entschlossen nach vorne nach. "Da hat dann auch die Kraft gefehlt", meinte Merkel. Auch er schien verausgabt. "Manchmal hatte ich es gleich mit vier Gegenspielern zu tun", sagte er.
Eintracht-Coach Henning Bürger verwies aber darauf, dass seine Mannschaft mit dem 4-1-4-1-System bislang gute Erfahrungen gemacht habe. Seinen Spielern gestand er zu, dass diese einen "Riesen-Aufwand" betrieben hätten. "Engagement kann ich niemandem absprechen", erklärte Bürger. "Mit dem Ergebnis bin ich aber nicht zufrieden." Auch in Sachen taktische Disziplin war der Trainer nicht restlos zufrieden.
Eintracht II: Petkovic – Behrens, Turan, Washausen, Göwecke – Kierdorf – R. Korte (88. Stucki), Fuchs, G. Korte, Kodes (67. Kruschke) – Merkel.

