Phantoms verpflichten McFadden, Visser kehrt nicht zurück
Braunschweig Center-Spieler zieht es nach fünf Jahren in der BBL – vier in Braunschweig, eins in Ludwigsburg – in die erste italienische Liga
Die Fans der Phantoms Braunschweig mussten lange auf die ersten Transfers des Sommers warten. In dieser Woche geht es nun Schlag auf Schlag: Nach Casey Mitchell, dessen Verpflichtung der Klub bereits am Montag bekanntgegeben hatte, verkündete der Basketball-Bundesligist am Donnerstag den zweiten Neuzugang.
Vom tschechischen Erstligisten BK Usti nad Labem wechselt Thaddeus McFadden nach Braunschweig. Der 1,88 Meter große US-Amerikaner erhält bei den Phantoms einen Einjahres-Vertrag mit einer Option auf eine zweite Saison. „Ich danke Gott, dass ich weiterhin das tun kann, was ich am meisten liebe“, twitterte McFadden gestern nach der Vertragsunterzeichnung. In dem sozialen Netzwerk hatte er seinen Wechsel – etwas voreilig – bereits letzte Woche verkündet.
„Thad ist ein Spieler der punkten kann, aber nicht punkten muss“, charakterisiert Phantoms-Sportdirektor Oliver Braun den Neuzugang, der vergangene Saison zum MVP, sprich wertvollsten Spieler der tschechischen Liga gewählt wurde.
Der 25-Jährige, der auf Empfehlung des in Tschechien tätigen Braunschweiger Ex-Trainers Ken Scalabroni nach Niedersachsen wechselt, ist als Ersatz für Michael Umeh eingeplant und soll auf den Positionen 1 und 2 zum Einsatz kommen.
Schlechte Neuigkeiten gibt es derweil in der Personalie Kyle Visser. Der beliebte Center-Spieler, der insgesamt vier Jahre das Trikot der Phantoms trug, wird nicht nach Braunschweig zurückkehren. Der 26 Jahre alte US-Amerikaner hat am Donnerstag einen Vertrag beim italienischen Erstligisten Juve Caserta unterschrieben. „Ich hätte Kyle sehr gerne behalten“, bedauert Sportdirektor Oliver Braun. „Aber ich konnte und wollte ihm nicht die Hälfte unseres Spieleretats zahlen“, sagt der 38-Jährige mit Blick auf Vissers überzogenen Gehaltsvorstellungen.

