Phantoms reisen mit breiter Brust nach Bremerhaven
Braunschweig Braunschweigs Bundesliga-Basketballer peilen am Sonntag im hohen Norden den vierten Sieg in Folge an. Dabei helfen soll ein neuer Mann.
Maximal sechs ausländische Akteure dürfen in der Basketball-Bundesliga pro Spiel im 12er-Aufgebot einer Mannschaft stehen. Seit der jüngsten Verpflichtung von Jermaine Anderson haben die Phantoms Braunschweig nun aber schon derer sieben in ihrem Kader – also einen zu viel.
Doch um die schwere Entscheidung, welchen seiner Importspieler er am Sonntag beim Auswärtsspiel in Bremerhaven (Sprungball 16 Uhr) auf die Tribüne setzt, kommt Trainer Kostas Flevarakis herum. Oder besser gesagt: Sie ist ihm durch die Verletzung von Casey Mitchell abgenommen worden. Der US-Amerikaner wird dem Braunschweiger Basketball-Bundesligisten aufgrund eines Innenbandanrisses im Knie mehrere Wochen lang fehlen.
Die Frage, ob sich der Verein in den kommenden Tagen von einem seiner sieben ausländischen Profis – möglicherweise sogar vom verletzten Topscorer Mitchell – trennen werde, ließ Coach Flevarakis gestern unbeantwortet. Und auch Sportdirektor Oliver Braun hielt sich bedeckt: „Dazu kann ich noch gar nichts sagen“, so der knappe Kommentar des 39-Jährigen.
Gut möglich, dass die Verantwortlichen erst das Auswärtsspiel in Bremerhaven abwarten wollen. Nach zuletzt drei Erfolgen in Folge machen sich die Braunschweiger jedenfalls mit breiter Brust auf den Weg zum Tabellenneunten. Die jüngste Siegesserie sei jedoch noch lange kein Grund zur Selbstzufriedenheit, stellt Flevarakis klar. „Wir können uns immer noch in vielen Bereichen verbessern. Wir müssen weiter an den Details arbeiten“, weiß der Grieche und verweist auf das Spiel in Würzburg. Dort hätte sein Team viele Fehler gemacht, in Anbetracht des Verlängerungs-Sieges sei das jedoch untergegangen.
Erstmals für die Phantoms auflaufen wird am Sonntag Neuzugang Jermaine Anderson. „Er weiß, dass er hier nicht die Welt retten muss“, nennt Flevarakis einen der Vorzüge des kanadischen Nationalspielers, mit dem er vor ein paar Jahren bereits in Polen zusammengearbeitet hat. „Das macht die Integration einfacher.“


