Phantoms-Neuling Umeh freut sich auf die Rückkehr nach Gießen
Alle Jahre wieder müssen Braunschweigs Basketballer kurz vor Weihnachten noch ran. Donnerstag geht es zum Tabellen-13 Gießen.
Am meisten Lust darauf hat Michael Umeh. Zum einen ist der US-Nigerianer ja gerade erst bei den Phantoms eingetroffen und steckt voller Tatendrang, zum anderen hat er zwei Jahre lang das Gießener Trikot getragen.
"Ich freue mich schon auf die Fans dort", sagt Umeh, dem die traditionell hitzige Atmosphäre in der Sporthalle Ost immer gut gefallen hat. "Und auf das Wiedersehen mit Maurice Jeffers." Mit dem aktuellen Topwerfer der Hessen bildete Umeh in der Saison 2008/2009 das Topscorer-Duo der 46ers.
Nach Umehs erstem Auftritt im Phantoms-Trikot gegen Frankfurt fühlt sich Trainer Sebastian Machowski bestätigt. "Man hat gehen, dass Michael in der Offensive aggressiv sein kann und will", sagt er zufrieden. "Mit seiner Schnelligkeit bringt er uns etwas, das wir auf der Position so noch nicht haben, und dass er ein guter Werfer ist, wissen wir sowieso." Umeh werde bei seinem alten Klub sicherlich mit Extra-Motivation loslegen. "Und ich hoffe mal, dass uns das zugute kommt."
Auch wenn die Gießener deutlich tiefer in der Tabelle stehen, treten sie heute nicht als Außenseiter an. Ihre Heimbilanz (4:2 Siege) ist besser als die der Braunschweiger (3:3), und sie haben dabei nicht nur irgendwelche Gegner bezwungen, sondern Meister Bamberg und den Tabellenvierten Quakenbrück. "Wir haben eine große Heimstärke entwickelt", sagt 46ers-Trainer Björn Harmsen, der ehemalige Weißenfelser Coach, der auch einige Spieler vom MBC nach Hessen mitgenommen hat. "Unsere Fans geben der Mannschaft den Glauben an sich."
Dem wollen die Braunschweiger ihre Auswärtsstärke entgegensetzen (4:3). Meist haben sie auf fremdem Parkett ihr Konzept sogar noch konzentrierter durchgezogen als in der VW-Halle. "In diesem Hexenkessel in Gießen muss man besonders klug agieren und möglichst schon mit einem Vorsprung in die Schlussminuten gehen", sagt Machowski in der Hoffnung, dass sein Team an die Leistung des Bonn-Spiels anknüpft. Möglicherweise muss er auf Robert Kulawick verzichten, den Rückenschmerzen plagen.
Dann läge noch mehr Verantwortung auf den Schultern von Michael Umeh. Und zumindest verbal hat der 27-Jährige sie schon übernommen: "Wir werden die Frankfurt-Niederlage in Gießen umbiegen", versprach er den Fans.



