Phantoms nehmen sich Pokal-Coup in Berlin als Vorbild
Braunschweig Beim heimstarken Bundesliga-Zweiten Ulm sind Braunschweigs Basketballer nur Außenseiter. Sie glauben trotzdem an eine Siegchance.
Erwarten können die Phantoms-Korbjäger einen Sieg beim souveränen Tabellenzweiten natürlich nicht. Und in der Play-off-Rechnung, wonach das Team für das Erreichen der Meisterrunde aus den letzten elf Spielen noch sieben Siege holen muss, ist diese Partie wohl eher als eine der „erlaubten“ vier Niederlagen einkalkuliert. Zumal die Stimmung in der neuen, stets ausverkauften 6000-Zuschauer-Arena in Ulm sehr einschüchternd auf Gästeteams wirken soll.
Aber die Ausgangsposition erinnert die Braunschweiger auch ein bisschen an ihren Pokalauftritt in Berlin: Bei einem klar favorisierten Gegner, der in eigener Halle erst ein Spiel verloren hat, haben sie nichts zu verlieren. Und das hatte sie zu einer über 40 Minuten sehr starken Leistung angespornt.
Dass die in Ulm nötig sein wird, um nicht aussichtslos ins Hintertreffen zu geraten, ist den Braunschweigern klar. Dennoch ist Trainer Sebastian Machowski zuversichtlich, dass seine Mannschaft um den Sieg mitspielen kann. Das nur mit Pech 86:88 verlorene Hinspiel habe gezeigt, dass die direkten Spielerduelle mit den Ulmern gut passen, sagt Machowski. „Das sollte uns Selbstvertrauen geben.“
Stephen Dennis wieder im Lauftraining
Die Nachverpflichtungen der Konkurrenz in dieser Woche müssen die Braunschweiger auch nicht weiter schrecken. Groß eingekauft hat lediglich Alba Berlin mit dem griechischen Ex-Nationalspieler Giannis Kalampokis. Rivale Oldenburg und Phoenix Hagen haben in Europa unbekannte neue Spielmacher geholt. Und die Ulmer sicherten sich zwei „Standby-Spieler“, die sich zu Hause fit halten und nur eingeflogen werden, sofern sich eine der Stammkräfte längerfristig verletzt.
Für solch einen Fall haben die Phantoms demnächst wohl auch eine „Versicherung“ in der Hinterhand. Spielmacher Stephen Dennis, für den inzwischen Igor Milosevic spielt, hat nach seiner Knieverletzung die Reha-Phase überwunden und mit leichtem Lauftraining begonnen. „Momentan sieht es so aus, als ob er zurückkommt“, freut sich Machowski. Dann hat er zwar einen Ausländer zu viel im Kader, sofern alle Spieler fit sind. Doch dies ist mit fortschreitender Saison ohnehin seltener der Fall.


