Phantoms liegen dank Schützenhilfe weiter gut im Pokalrennen
Grummeln, grollen, hadern, ärgern. Normalerweise wäre dafür an so einem Montag wie gestern eine Menge Zeit gewesen bei Braunschweigs Basketballern. Wie schon in Tübingen hatten sie Sonntag gegen Frankfurt einen Gegner aus dem Tabellenkeller nicht mit der nötigen Intensität und Konzentration bekämpft und dafür die Quittung in Form einer schmerzhaften Niederlage kassiert.
Gleichzeitig verpassten die Phantoms die große Chance, sich im Kampf um einen Platz in der Pokalrunde der Top-Sechs ein kleines Polster zu verschaffen – und mit dem dritten Heimsieg in Folge mal ein bisschen Zuschauerwerbung zu betreiben. "Schade, wir wollten den Fans ein Weihnachtsgeschenk machen", sagte Trainer Sebastian Machowski bedauernd. "Zum Glück haben wir noch eine Chance dazu am Donnerstag in Gießen."
Deshalb blieb auch keine Zeit zur Frustbewältigung. Wen man auch fragte, die Spieler blickten schon auf übermorgen. Dann wollen sie, betonen sie, die Sache bei den Hessen auf dem Spielfeld gerade rücken.
Das passende Geschenk dazu bekamen sie von anderer Seite: Bamberg, Hagen, Quakenbrück und Berlin besiegten die Phantoms-Verfolger Bremerhaven, Würzburg, Oldenburg und Bayreuth, so dass außer den Münchenern kein Team an den nun sechstplatzierten Braunschweigern vorbeizog.
Deshalb dürften den Phantoms drei Siege aus den restlichen vier Spielen der Hinrunde – in Gießen, gegen Ulm, in Göttingen und gegen Bayreuth – nun immer noch reichen, um einen der offenen Plätze fünf oder sechs zu belegen. Denn die Verfolger haben allesamt kein Restprogramm, bei dem man ihnen einen Durchmarsch zutrauen würde. Und die zwei Punkte vor den Phantoms liegenden Münchener haben mit Gastspielen in Würzburg, Ulm und Bamberg das schwerste.
Dem Machowski-Team könnte letztlich zugute kommen, dass es die Schlüsselduelle gegen Bremerhaven, Würzburg, Oldenburg und Bonn allesamt gewonnen hat. Die Phantoms liegen jeweils im direkten Vergleich vorn und führen auch mögliche Dreier- und Vierervergleiche an.
Verfolger Bonn muss im Blick auf eine Pokal-Teilnahme ohnehin nicht gefürchtet werden. Denn die Baskets richten das Top-4-Turnier am 24./25. März aus und sind schon qualifiziert. Landen sie zum Hinrundenschluss unter den Top-Sechs, spielt auch noch der Siebtplatzierte in der ersten Pokalrunde.
Gießen – Phantoms Braunschweig, Donnerstag, 20 Uhr, Sporthalle Ost.
