Phantoms-Kader in Würzburg wieder vollzählig
Braunschweig Nach dem Pokal-Triumph in Berlin fahren Braunschweigs Basketballer zuversichtlich zum Play-off-Rivalen Würzburg.
Zeit zum Feiern war nicht und auch kaum Gelegenheit, die müden Knochen auszuruhen. Nach drei Verlängerungs-Spielen innerhalb von elf Tagen müssen die Phantoms-Korbjäger nach zwei Tagen Pause zur nächsten schweren Partie antreten. Und sie stehen unter Druck. Nach drei Bundesliga-Niederlagen in Folge müssen sie beim heimstarken Aufsteiger Würzburg unbedingt gewinnen, um Platz fünf zurückerobern zu können.
Aber in Würzburg zu spielen, heißt Dauerstress! Infernalischer Lärm von den eng am Spielfeld positionierten Fans, dazu eine Heimmannschaft, die 40 Minuten lang eine Pressverteidigung über das gesamte Feld spielt, immer auf dem Sprung, dem Gegner den Ball abzujagen. Mit 66 Gegenpunkten pro Partie sind die Franken das beste Verteidigungsteam der Bundesliga, noch vor Meister Bamberg. Zudem führen sie die Rangliste bei den Ballgewinnen (7,1) und Offensivrebounds (12,9) an.
Die Phantoms müssen sich also auf Alarmstimmung als Dauerzustand einstellen und jede Sekunde hellwach sein. „Ich hoffe, dass wir trotz der hohen Belastung Vollgas geben können“, sagt Trainer Sebastian Machowski. „Schließlich ist allen Spielern klar, wie wichtig dieses Spiel ist.“
Nach dem Pokal-Triumph in Berlin am Mittwoch treten die Phantoms aber sehr selbstbewusst an. Auch der 78:63-Hinspiel-Erfolg stimmt sie zuversichtlich. „Uns ist nicht bange, gegen eine aggressive Mannschaft anzugreifen“, sagt der Coach.
Personell sieht es gut aus. Die lange verletzten Rich Melzer und LaMarr Greer erreichen fast schon ihre alte Form. Und der neue Spielmacher Igor Milosevic hat sich nach seiner Wadenzerrung wieder fit gemeldet. Machowski kann erstmals seit Anfang Januar wieder einen vollzähligen Kader aufbieten.

