Phantoms-Coach Flevarakis ist ein Fan seiner Mannschaft
Braunschweig Der Grieche peilt mit Braunschweigs Bundesliga-Basketballern in Hagen den zweiten Saisonsieg an.
Erleichterung pur herrscht im Lager der Braunschweiger Basketballer nach dem 72:70-Sieg in Trier. Auch wenn die zwei auswärts gewonnenen Punkte noch nicht viel wert und zwei absolvierte Spiele noch kein Maßstab für die Saison sind – eine kleine Einschätzung über die Konkurrenzfähigkeit der neuen Mannschaft lassen sie schon zu. Und die fällt positiv aus.
Trainer Kostas Flevarakis darf sich schon mal bestätigt fühlen in seiner Personalzusammenstellung und seiner Trainingsarbeit, das Team in seinem Vertrauen in die Philosophie des Griechen.
„Der erste Sieg fühlt sich natürlich gut an. Ich bin ja nicht nur Trainer, sondern auch Fan der Mannschaft, ich mag ihren unbedingten Einsatzwillen und gucke so auch von außen auf meine Arbeit“ beschreibt Flevarakis seine multiple Zufriedenheit. Auch sei er froh, dass das Team seinen Anhängern die lange Rückreise versüßen konnte.
Schließlich hätte die Mannschaft angesichts des knappen Ergebnisses auch mit zwei Niederlagen dastehen können. „Aber das wäre dann total ungerecht gewesen“, sagt er. „Denn eigentlich hätten wir ja zwei Siege verdient gehabt.“
Wie wichtig für ihn persönlich als Neuling in der Liga und in Braunschweig dieser erste Erfolg war? Da ziert sich Flevarakis ein bisschen mit der Antwort: „Der Druck, den ich mir selbst mache, ist sowieso schon zu hoch, da macht mir der von außen kaum was aus“, meint der 43-Jährige lächelnd.
Seine Akteure jedenfalls möchte der erfahrene Coach schützen. „Ich will diese Saison mit minimalem persönlichem Druck auf die Spieler bestreiten“, betont Flevarakis. „Ich kenne die erfolgreiche Vergangenheit der Phantoms und die Erwartungen. Aber die meisten Jungs sind so jung, und wir sind erst am Anfang unserer Entwicklung. Wir legen gerade erst die Basis für die Zukunft, individuell und als Mannschaft.“
Zu einem Sieg am Mittwochabend in Hagen soll es trotzdem reichen. Allerdings haben die Westfalen, die stets aufs Tempo drücken und schnelle Würfe suchen, ihre Heimpleite gegen Gießen bereits mit einem Erfolg in Weißenfels ausgebügelt und dabei 93 Punkte erzielt. „Solche Tempo-Teams sind immer besonders gefährlich“, weiß Flevarakis. Die Phantoms hatten das vergangene Saison bei ihrer 75:96-Schmach beim Kellerkind ja selbst schmerzlich erfahren.
So liegt diesmal besonders viel Verantwortung in den Händen der Phantoms-Spielmacher Dennis Schröder und Jeremiah Davis. „Wir müssen den Rhythmus des Spiels jederzeit kontrollieren, genau wissen, wann wir rennen und wann wir stoppen müssen, und wir dürfen uns keine Ballverluste erlauben“, fordert Flevarakis. Auch der Rebound müsse eine Braunschwieger Domäne bleiben, damit die Hagener nicht zu viele Wurfchancen bekommen.
Außerdem dürfte seine Mannschaft im dritten Spiel innerhalb von acht Tagen und angesichts der zweiten Auswärtstour in vier Tagen auf dem Feld nicht zu schnell ihre Energiereserven vergeuden.
