Phantoms brauchen noch acht Siege für die Play-offs
Braunschweig Nach ihrer Niederlagenserie müssen Braunschweigs Basketballer für die restlichen zwölf Bundesligaspiele mächtig aufdrehen.
Endlich wieder in kompletter Besetzung eine volle Woche trainieren, ohne Bustour und fremde Betten aufs Spiel vorbereiten und dann vor den eigenen Fans auflaufen: Nach vier Auswärtstouren in Folge sehnen sich die Phantoms nach der Heimpartie am Sonntag (17 Uhr, VW-Halle). Dann wollen Braunschweigs Bundesliga-Basketballer mit neuer Energie einen Sieg gegen Verfolger Tübingen feiern und die Aufholjagd starten, die sie wieder in die Play-off-Ränge bringen soll.
Zwischenzeitlich lagen die Phantoms als Fünfter sehr aussichtsreich im Rennen. Aber durch die vier Niederlagen in Folge sind sie mächtig unter Druck geraten. Würzburg, München, Bremerhaven und Bonn sind vorbeigezogen. Und von unten drängen hinter den Oldenburgern, die noch einen Spielmacher von europäischer Spitzenklasse nachverpflichten wollen, die nach schwachem Saisonstart stark verbesserten Teams aus Tübingen und Frankfurt nach. Acht Mannschaften kämpfen um vier Play-off-Plätze, die hinter dem Spitzenquartett mit Bamberg, Ulm, Berlin und Quakenbrück noch zu vergeben sind.
In den Vorjahren waren 19 Siege für einen Platz in der Meisterrunde nötig, oder zumindest 18 plus gewonnenem direkten Vergleich mit punktgleichen Verfolgern. Für die Phantoms mit ihren derzeit elf Siegen heißt das, dass sie noch acht ihrer zwölf Spiele gewinnen müssen. – Eine sehr hohe Quote.
Die direkten Vergleiche mit Würzburg und Frankfurt haben die Braunschweiger schon verloren, gegen Bremerhaven zählt die Gesamtpunktedifferenz zum Saisonende, und gegen Tübingen wird er angesichts der 31-Punkteniederlage aus dem Hinspiel nicht mehr zu gewinnen sein.
Er habe den Spielern schon vor der Niederlage in Würzburg die Ausgangssituation vor Augen geführt, sagt Trainer Sebastian Machowski. Konkrete Rechnungen, welche Partien gewonnen werden müssten, stelle er aber nicht an. Dazu sei die Saison noch zu lang und die Liga zu ausgeglichen. „Außerdem haben wir ja alles noch in eigener Hand und können die Play-offs natürlich locker schaffen.“
Wichtig wäre dafür, dass Philipp Köchling schnell wieder fit wird. Der Co-Trainer liegt derzeit mit einem doppelten Bandscheibenvorfall flach. „Er fehlt im Training, aber noch mehr im Spiel“, sagt Machowski und räumt ein: „In Würzburg hat mir der Ideenaustausch mit Philipp in der Tat gefehlt.“
Was dem Phantoms-Trainer für den Play-off-Endspurt Mut macht: Fünf Auswärtsaufgaben stehen sieben Heimspiele gegenüber. „Außerdem müssten wir jetzt jede Woche, die wir mehr Zeit haben, unsere Verletzten wieder einzubauen und Igor Milosevic besser zu integrieren, stärker werden“, betont Machowski. „Mein Gefühl ist nach wie vor gut, dass wir die Play-offs schaffen.“
