Phantoms-Basketballer zahlen in Italien Lehrgeld
Braunschweig Armani Mailand ist im Spiel um Platz 3 mehrere Nummern zu groß für den Braunschweiger Basketball-Bundesligisten
Den gestrigen Tag verbrachten die Phantoms Braunschweig in Venedig, bei einer Bootstour auf dem Canal Grande schauten sich die Basketballer die Lagunenstadt vom Wasser aus an. Anschauungsunterricht hatten die Korbjäger auch am Abend zuvor bekommen: Beim hochklassig besetzten Vorbereitungsturnier in Caorle, knapp 80 Kilometer von Venedig entfernt, kam der Bundesligist im Spiel um Platz 3 mit 78:105 gegen das Europaliga-Team Armani Mailand unter die Räder. Im Halbfinale am Freitag hatte sich die Mannschaft von Trainer Kostas Flevarakis bei der 79:89-Niederlage gegen das Team aus Cantù hingegen achtbar aus der Affäre gezogen.
„Mailand war aber eine ganz andere Hausnummer“, gestand Sportdirektor Oliver Braun. „Mit der Leistung, die sie gegen uns gezeigt haben, hätten sie wohl auch jedes andere Team besiegt.“ Die Italiener seien physisch deutlich überlegen gewesen und hätten jeden Fehler der Phantoms umgehend bestraft. Da tat es auch nichts zur Sache, dass die Niedersachsen 58 Prozent ihrer Würfe trafen – die Trefferquote Mailands lag sogar bei überragenden 69 Prozent. „Die haben selbst getroffen, wenn eine Hand im Gesicht war“, staunte Braun.
Trotzdem sei die Partie, wie überhaupt das ganze Turnier, sehr lehrreich gewesen, sagte der Sportdirektor. „Sinn der Sache war es ja, dass wir hier viel lernen.“ Negativ bemerkbar machte sich im Spiel der Phantoms der noch immer fehlende Center. Wann der letzte Neuzugang endlich in Deutschland eintrifft, steht immer noch in den Sternen. „Es funktioniert leider nicht so, wie es funktionieren sollte“, sagte Braun gestern leicht genervt. Das habe man sich natürlich anders vorgestellt, räumt er ein. „Wir arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung.“



