Phantoms bangen um McElroys Einsatz in Bayreuth
Braunschweig Braunschweigs Basketballer müssen am Mittwoch zum sechsten Mal in fünfeinhalb Wochen auswärts antreten.
Schon wieder stundenlang im Bus hängen. Braunschweigs Basketballer sind genervt vom Spielplan der Bundesliga, der ihnen heute in Bayreuth das sechste Auswärtsspiel innerhalb von fünfeinhalb Wochen beschert. Und am Sonntag geht es nochmal auf Tour, nach Hagen. „Ständig auf Achse zu sein, ist nicht leicht, vor allem nicht in englischen Wochen“, klagt Trainer Sebastian Machowski. „Aber die Mannschaft weiß, dass sie da durch muss und auch bei diesen heimstarken Gegnern gewinnen, wenn sie in die Play-offs will.“
Zwar sind die Phantoms vollzählig nach Oberfranken aufgebrochen, doch ob sie auch komplett auflaufen können, entscheidet sich erst kurzfristig. Ausgerechnet Schlüsselspieler Immanuel McElroy droht auszufallen. Der Dreh- und Angelpunkt im Braunschweiger Spiel hat sich im Training am Sonntag einen heftigen Pferdekuss zugezogen und musste eine Zwangspause einlegen.
Sollte er ausfallen, dürfte das eine erhebliche Schwächung bedeuten. Zumal LaMarr Greer, der McElroys Rolle im Spielaufbau wie auf dem Flügel übernehmen kann, derzeit im Leistungsloch steckt.
Auch Rich Melzer ist nicht ganz fit. Er war im Heimspiel gegen Gießen mit Wayne Bernard zusammengerasselt und hatte sich eine Knieprellung zugezogen. Der Phantoms-Topscorer konnte zwar weiterspielen, später schwoll das Gelenk aber doch an. „Die Jungs sind zwar angeschlagen, aber ich hoffe, dass sie trotzdem spielen werden“, sagt Machowski zuversichtlich.
In Bayreuth will die Mannschaft mit Macht ihre Negativserie von vier Auswärtsniederlagen in Folge beenden. Aber die in der VW-Halle souverän bezwungenen Franken spielen in der eigenen stimmungsgeladenen Arena deutlich stärker. Die Play-off-Anwärter Berlin, Bonn und Bremerhaven sind dort gescheitert, Bamberg siegte nur mit zwei Punkten.
„Wir gehen mit dem Selbstvertrauen rein, dass wir aus dem Hinspiel wissen, wie man gewinnt“, sagt Machowski. Damals hatten die Phantoms stark gegen Bayreuths gefährliche Distanzwerfer Gibson und Jeanty verteidigt und das Reboundduell gewonnen. Dies soll heute auch wieder gelingen. Und zudem fordert der Trainer, dass sich wirklich alle Akteure dem Teamziel unterordnen. Diesbezüglich war er zuletzt nicht ganz zufrieden gewesen.
•Bayreuth – Phantoms Braunschweig, Mittwoch, 19.30 Uhr, Oberfrankenhalle



