Nur Halbfinalgegner Bonn soll in den Phantoms-Köpfen sein
Braunschweig Die Braunschweiger Basketballer treten am Wochenende zum zweiten Mal in Folge zur Pokal-Endrunde an. Ziel ist zumindest wieder der Final-Einzug.
Die Phantoms-Akteure, die vergangenes Jahr beim Top-4 in Bamberg dabei waren, haben vor allem das bittere Ende des Finales im Kopf behalten. Ihre Trainer hingegen verbinden mit dem Pokal-Wochenende viel positivere Erinnerungen.
„In dieser heißen Atmosphäre war die Mannschaft extrem eng zusammengerückt und hat gegen Frankfurt wie gegen Bamberg ganz tollen Basketball gespielt“ schwärmt Trainer Sebastian Machowski. Zudem sei das Top-4 ein wichtiges Erlebnis für den weiteren Saisonverlauf gewesen. „So war die Mannschaft noch nie fokussiert, man hat eine unheimliche Konzentration gespürt“, ergänzt Co-Trainer Philipp Köchling.
Funktioniere dies erneut, dann sei auch heute im Halbfinale gegen Bonn ein Erfolg möglich, glaubt Köchling. Die Phantoms-Profis dürften allerdings auf keinen Fall einen Gedanken an eine mögliche Finalrevanche gegen Bamberg im Kopf zu haben. „Das ist der große Fehler, den man in einem solchen Turnier machen kann“, warnt Köchling.
Der Ex-Kölner coacht nun schon sein sechstes Final-Four-Turnier in zehn Jahren und hatte es dabei mit seinen jeweiligen Cheftrainern immer geschafft, seine Mannschaft derart auf die Aufgabe am ersten Tag zu fokussieren, dass sie das Finale erreichte. „Wenn man das Halbfinale erstmal gewonnen hat, ist es am zweiten Tag mental sowieso leichter“, sagt Phantoms-Star Immanuel McElroy, der den Pokal schon dreimal erkämpft hat.
Reichlich Finalerfahrung hat allerdings auch Gegner Bonn. Der „ewige Zweite“ der BBL stand in den vergangenen Jahren bereits siebenmal in Endspielen – fünfmal um die Meisterschaft, zweimal um den Pokal. Gewonnen hat der Klub aber noch nichts. Und entsprechend vehement werden die Baskets diesmal versuchen, ihren Heimvortei zu nutzen. Die Bonner Fans sind sehr euphorisch und werden den Großteil der 6000 Besucher bilden.
Die Phantoms setzen dem ihre Zuversicht entgegen, die sie aus dem mit 80:76 gewonnenen Punktspiel in Bonn und dem Qualifikationsspiel in Berlin ziehen. Dort hatte das Machowski-Team beim Verlängerungs-Triumph bereits bewiesen, dass es seine beste Leistung abrufen kann, wenn es darauf ankommt.
Um Bonn zu schlagen, müssen die Braunschweiger zwei schwierige Verteidigungs-Aufgaben meistern. „Wenn wir Bonns Tempobasketball stoppen können, haben wir gute Chancen“, glaubt Machowski.
Zudem gilt es, die Kreise Jared Jordans einzuengen. Der Amerikaner ist mit 8,4 Vorlagen im Schnitt der herausragende Passgeber der Liga, hat sogar schon mal 18 Assists in einem Spiel gegeben. Dank seiner Anspiele stehen auch die langen Bonner Chris Ensminger und Ex-NBA-Mann Tony Gaffney in den Top-10 der effektivsten BBL-Spieler. „Wir müssen seine Assists einstellig halten“, fordert Machowski und gibt sich zuversichtlich: „Alle haben vor Augen, dass es jetzt um den ersten Titel der Saison geht.“
Halbfinale
Bonn – Braunschweig: Sa., 17.30 Uhr
Bamberg – Ulm: Sa., 20.15 Uhr
Spiel um Platz 3: So., 14 Uhr
Finale: So., 16.45 Uhr
Beide Halbfinals und das Finale werden live auf Sport1 übertragen.


