Njoya, Buchmiller und Theis glänzen beim "Oldie-Tag" in Dorsten
Es kommt nicht oft vor, dass Trainer Liviu Calin einen seiner Akteure für eine "perfekte" Leistung lobt. Sein reaktivierter Co-Trainer Didier Njoya wird sich umso mehr über diese verbale Auszeichnung gefreut haben. Als Ersatz für den gerade halb so alten Dennis Schröder, der im Training der Phantoms unabkömmlich war, führte der schon 36-Jährige die SG-Baskets als Spielmacher zum Sieg in Dorsten. "Didier hat alles sehr gut organisiert, die Mannschaft geführt, kommuniziert und gut verteidigt", urteilte der Trainer.
Letztlich war es ein Ballgewinn des Team-Ältesten 50 Sekunden vor Schluss, die in dieser umkämpften, engen Partie mit vielen Führungswechseln die Braunschweiger auf Siegkurs brachte. Bei einem Drei-Punktevorsprung stibitzte Njoya dem Gegenspieler den Ball, erhöhte das Polster auf 76:71. Den Rest besorgte das Team von der Freiwurflinie, weil Dorsten nun mit taktischen Fouls die Uhr stoppte.
Mit dem 84:77 (38:39) haben die SG-Baskets nach der völlig unnötigen Zwei-Punkte-Hinspielniederlage auch den direkten Vergleich mit dem zuvor punktgleichen Play-off-Rivalen gewonnen. Ein wichtiger Erfolg zum Rückrundenstart, mit dem sie Kurs halten auf einen Top-Vier-Platz in der Pro-B-Staffel Nord, der das Heimrecht für die erste Play-off-Runde bedeuten würde.
"Heute war Oldie-Tag bei uns", frohlockte Calin und freute sich auch über starke Leistungen von Topscorer Waldemar Buchmiller (31 Jahre) und Center Frank Theis (29), der während der Woche mit einer Adduktorenzerrung außer Gefecht gewesen war, aber am Samstag 40 Minuten durchhielt.
Das galt auch für Buchmiller, der mit seinem besten Saisonauftritt auch das Fehlen des zweiten Leistungsträgers, Lucas Gertz (Sprunggelenksverletzung), wettmachte. Zudem profitierten er und Njoya von den guten Kombinationen des Teams über die Theis-Brüder am Brett, die wiederum außen für Wurf-Freiräume sorgten.
"Die Mannschaft hat heute sehr diszipliniert und strukturiert gespielt", lobte Calin die reife Vorstellung seiner Schützlinge. "Und in der zweiten Hälfte haben wir dann auch noch besser verteidigt."

