Niederlagen der Verfolger freuen Phantoms
Braunschweig Viermal hatten die Basketballer zuvor ihre Auswärtsspiele verloren – am Mittwoch herrschte endlich wieder freudige Erleichterung auf der Heimfahrt.
Nach dem 72:64-Sieg in Bayreuth hatten sie großen Spaß im Bus, vor allem, als die Ergebnisse aus den anderen Hallen bekannt wurden.
Die Konkurrenz aus Oldenburg, Bremerhaven und Frankfurt hatte verloren, so dass die Phantoms nun wieder vier Minuspunkte Vorsprung auf den ersten Nicht-Play-off-Platz haben. „Da freut man sich schon ein bisschen“, meinte Co-Trainer Philipp Köchling. Er habe spontan überlegt, eine Kiste Bier nach Tübingen zu schicken für den Erfolg gegen Bremerhaven.
Bei aller Konzentration auf die eigene Leistung und das nächste Spiel blicke man durchaus auf die Konkurrenz und deren Restprogramm. „Wir philosophieren da schon ein bisschen, stellen allerdings keine Hochrechnungen an“, sagt der 35-Jährige. „Und unsere Chancen stehen ja eigentlich ganz gut.“
Um sie zu wahren, und zudem nächste Woche mit dickem Selbstvertrauen zum Pokal-Top-4 nach Bonn fahren zu können, sollten die Phantoms allerdings auch am Sonntag in Hagen gewinnen. Die Westdeutschen haben neun der vergangenen zehn Partien verloren und stecken als Drittletzter im Abstiegsstrudel. „Aber sie hatten Mittwoch frei und werden frischere Beine haben als wir“, warnt Köchling vor dem nächsten schweren Spiel bei einer kampf- und distanzwurfstarken Heimmannschaft. Zumal es bei einigen Phantoms aktuell mit der Kraft in den Beinen hapert.
Während die Kollegen trainierten, weilten Nils Mittmann und Igor Milosevic gestern zur Behandlung bei Mannschaftsarzt Dr. Gunter Wilhelm in der HEH-Klinik. Milosevic soll nach überstandenem Fieber heute wieder ins Training einsteigen, Mittmann hingegen hat bis morgen Kontaktverbot zur Mannschaft.
Sein viraler Infekt, der beim Aufwärmen in Bayreuth ausgebrochen war, ist ansteckend. Wegen heftiger Magenkrämpfe und Übelkeit war der Braunschweiger Kapitän während des Spiels in der Kabine vom Bayreuther Teamarzt behandelt worden und hatte auch keine angenehme Rückfahrt.
Im Bus zumindest schwer gegrübelt haben dürfte LaMarr Greer, der im zweiten Spiel in Folge keinen einzigen Wurf getroffen hatte. Für ihn sei offensichtlich, dass Greers Abschlussschwäche noch eine Folge der Rückenverletzung des 35-Jährigen sei, sagt der Co-Trainer. „Das ist der Trainingsrückstand, ihm fehlen „die Beine für den Wurf“, analysiert Köchling und tröstet: „LaMarr macht sich sicher Gedanken, aber er ist routiniert genug, um bald aus diesem Loch rauszukommen.“
•Phoenix Hagen – Phantoms Braunschweig, Sonntag, 17 Uhr.

