Niederlage bei Schröders All-Star-Debüt
Braunschweig Nationale Auswahl zieht beim All-Star-Spiel in Nürnberg gegen das Team International den Kürzeren. Phantoms-Profi erzielt fünf Punkte.
Es bleibt dabei: Die nationale Auswahl kann den besten ausländischen Profis beim All-Star-Spiel der Basketball-Bundesliga nicht das Wasser reichen. Auch Phantoms-Senkrechtstarter Dennis Schröder konnte bei der Show-Veranstaltung am Samstag in Nürnberg nicht verhindern, dass die Importspieler zum fünften Mal in Folge die Oberhand behielten. Nach 40 kurzweiligen, wenngleich einseitigen Minuten hieß es 113:95 (65:38).
Schröder, mit 19 Jahren der jüngste deutsche All-Star aller Zeiten, ließ sein Können in 17 Minuten Einsatzzeit nur selten aufblitzen. Am Ende standen für den Braunschweiger neben fünf Punkten, darunter ein Dreier, und einem Assist auch vier Ballverluste in der Statistik. Was möglicherweise auch damit zu tun hatte, dass der Phantoms-Profi schon ein Spiel in den Knochen stecken hatte. Schließlich hatte er am Freitagabend in Herten noch 33 Minuten für das Braunschweiger ProB-Team auf dem Parkett gestanden – und war erst anschließend mit dem Auto gen Franken aufgebrochen.
In der ersten Halbzeit wurde die deutsche Auswahl, die kurzfristig auf die beiden ehemaligen Braunschweiger Heiko Schaffartzik (grippaler Infekt) und Yassin Idbihi (familiäre Gründe) verzichten mussten, phasenweise vorgeführt. Beim Seitenwechsel betrug der Vorsprung der Internationalen fast 30 Punkte. Vor allem Berlins US-Aufbauspieler DaShaun Wood setzte seine Kollegen mehrfach sehenswert in Szene.
„Wir waren etwas überrascht von der robusten Spielweise, es hat eine Halbzeit gedauert, bis wir uns darauf eingestellt hatten“, meinte Trainer Thorsten Leibenath, dessen Mannschaft es erst im letzten Viertel immerhin noch gelang, ein wenig Ergebniskosmetik zu betreiben.
Bester Werfer für die Internationalen war der Ulmer John Bryant mit 19 Punkten, der Center wurde als wertvollster Spieler der Partie ausgezeichnet. „Es fühlt sich großartig an, es war einfach eine spaßige Zeit“, sagte der Amerikaner, der seinen nur 1,84 Meter großen Ulmer Teamkollegen Per Günther einmal zum Dunking auf den Korb der Internationalen hochhob. Für die deutsche Mannschaft zeigte sich FC Bayerns Jan-Hendrik Jagla (20) vor 7413 Zuschauern am treffsichersten.

