Neuzugang Umeh überzeugt im Training
Von Ute Berndt
Im Moment läuft alles bestens bei Braunschweigs Basketballern. Die Phantoms haben sich durch den Sieg in Bonn auf Platz fünf katapultiert und beste Aussichten, die Pokal-Qualifikation zu schaffen, am Dienstag ist Michael Umeh ist als Verstärkung zum Team gestoßen, und Trainer Sebastian Machowski lobt die Harmonie. "Die Mannschaft hat einen sehr guten Zusammenhalt, spielt sich immer besser ein, und einer kämpft für den anderen", hatte er nach der Partie in Bonn erfreut festgestellt.
Auf die Probe gestellt wird die Stabilität dieses Erfolgskonstrukts am Sonntag durch einen Angstgegner: Frankfurt. Die letzten sechs Heimspiele gegen die Skyliners gingen verloren. Allerdings verbreiten die Gäste derzeit nicht so einen Schrecken. Verletzungsbedingt sind sie noch nicht richtig in Tritt gekommen und nur Tabellen-16. Und Phantoms-Ärgerer Nummer eins im Frankfurter-Trikot, Spielmacher Pascal Roller, hat seine Karriere beendet.
"Wir hoffen natürlich, dass wir, wie im letzten Heimspiel gegen Bremerhaven, unsere lang anhaltende Negativserie endlich beenden können", sagt Machowski. "Aber wir müssen aufpassen: Die Skyliners sind auf jeden Fall besser als es ihr Tabellenplatz aussagt."
Wie die Braunschweiger haben sich auch die Hessen in dieser Woche mit einem Profi verstärkt, der topfit aus der ersten spanischen Liga wechselt und bereits BBL-Erfahrung besitzt. Flügelspieler Jacob Burtschi war in der Vorsaison Leistungsträger in Hagen und ersetzt nun Jon Leuer, den die Frankfurter in die NBA ziehen lassen mussten.
Während Burtschi schon am Dienstag bei der 56:62-Eurocup-Niederlage der Skyliners gegen Banvit mitgewirkt hat, soll Umeh am Sonntag seine Premiere im Phantoms-Dress feiern. "Er hat unsere Regeln und Systeme in den ersten Trainingseinheiten gleich gut umsetzen können", freut sich Machowski und ist nach den ersten Eindrücken erst recht überzeugt, bei der Suche nach dem letzten Puzzlestück den richtigen Griff getan zu haben. "Michael hat viel nachgefragt und mit den anderen kommuniziert und ist freundschaftlich aufgenommen worden– was wir gesehen haben, war sehr positiv", berichtet der Trainer.
Was ihm allerdings noch Sorgen macht: Bis gestern war die Freigabe aus Valladolid für den 27-jährigen US-Nigerianer noch nicht da.
Die Phantoms hoffen, dass Umeh spielen darf, wollen aber so oder so ihre Siegesserie ausbauen. Vier Spiele sind es danach noch bis zum Hinrundenende, auf dem Papier lösbare Aufgaben in Gießen und Göttingen sowie zu Hause gegen Ulm und Bayreuth. "Wenn wir alle fünf Spiele gewinnen, sind wir sicher in der Pokalrunde", formuliert Machowski das nächste Ziel. "Mit dem sehr ansehnlichen Teambasketball und der guten Verteidigung der letzten Wochen können wir alle Gegner schlagen – die Qualität haben wir jetzt."

