Neuer Spielmacher soll diese Woche kommen
Braunschweig Die Phantoms-Korbjäger haben einen Kandidaten an der Angel und wissen spätestens seit Samstag, dass sie auch auf ihre Youngster bauen können.
Die Zeit drängt bei Braunschweigs Basketballern, denn es stehen in den nächsten Wochen Schlüsselspiele um den Play-off-Einzug an. Sportdirektor Oliver Braun ist zuversichtlich, dass es diese Woche noch gelingt, einen neuen Spielmacher zu verpflichten, der die verletzten LaMarr Greer und Stephen Dennis ersetzen soll.
„Wir haben einen Kandidaten im Fokus, der schnell verfügbar wäre, und noch andere Spieler im Blickfeld“, sagt Braun ohne Näheres zu verraten.
Der neue Regisseur, der das Phantoms-Team möglichst schon am Sonntag in Bremerhaven verstärken soll, dürfte einen Vertrag bis zum Saisonende erhalten. Zum einen lassen sich die starken Spieler zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr auf Kurzfristangebote ein, da die Wechselfrist Ende Februar endet und sie danach nicht mehr anderswo unterkommen können.
Zum anderen ist Braun aber auch das Rückfall-Riskio zu groß, selbst wenn Greer mit seinen Rückenbeschwerden und Dennis mit seiner Patellasehnen-Dehnung zunächst zügig wieder fit werden sollten.
Mit einem neuen Aufbauspieler, dem nach seinem Fingerbruch wohl bald ins Team zurückkehrenden Rich Melzer und einem solch beherzten Basketball wie am Samstag gegen Bamberg müssten die Phantoms erstmal gut genug aufgestellt sein, um in den nächsten Wochen ihren Play-off-Platz zu verteidigen.
Zumal das Projekt „Jugend forsch (t)“ gegen den Meister richtig in Schwung gekommen ist. Die Eigengewächse Daniel Theis und Dennis Schröder zeigten mutig, was sie drauf haben und dass sie der Mannschaft trotz ihrer erst 19 beziehungsweise und 18 Jahre durchaus schon Impulse geben können.
Lob gab es auch von prominenter Seite: Die Braunschweiger Jungs hätten ihm gut gefallen, versicherte NBA-Scout Johnny Rogers, der Bambergs gedrafteten Nationalspieler Tibor Pleiß beobachtete, seinem ehemaligen Gegenspieler Braun.
Auch wenn der Auftritt des Duos Theis/Schröder im Spiel mit dem geringsten Erwartungsdruck erstmal nur eine Momentaufnahme war – auch Trainer Sebastian Machowski schenkte den Beiden enormes Vertrauen: 1:33 Minuten vor dem Ende, bei Stand von 75:82, wechselte er die Jugend-Nationalspieler für Kyle Visser und Branko Jorovic ein. In der sogenannten „Crunchtime“ also, in der Rollenspieler normalerweise draußen sitzen. Und Theis besorgte nach Michael Umehs Ballgewinn per Dunking prompt das 77:82, das kurzfristig nochmal hoffen ließ.
„Gerade Daniel und Dennis haben viel Verantwortung bekommen und getragen“, lobte Kapitän Nils Mittmann die anderen beiden Braunschweiger im Team. „Es ist sehr positiv zu sehen, dass unsere Jungs schon so viel Einfluss nehmen können auf so ein Spiel.“

