Neuer Co-Trainer der Phantoms kommt aus Bonn
Braunschweig Peter Günschel bringt fünf Jahre Erstligaerfahrung mit nach Braunschweig. Die Basketballer wollen ihren Trainerstab mit weiterem Assistenten vergrößern.
Die erste Neuverpflichtung ist perfekt. Braunschweigs Basketballer haben ihre Lücke auf der Co-Trainerposition geschlossen. Peter Günschel kommt vom Ligarivalen Baskets Bonn, wo er drei Jahre lang Chefcoach Mike Koch assistiert hat.
Zuvor war der 32-Jährige in gleicher Funktion schon zwei Jahre in Göttingen aktiv gewesen. Wie einst sein Vorgänger Philipp Köchling, der Trainer Sebastian Machowski nach Oldenburg gefolgt ist, bringt Günschel also eine Menge Bundesliga-, Play-off- und Europapokal-Erfahrung mit nach Braunschweig.
Das ist umso wichtiger, als der neue Cheftrainer Kostas Flevarakis die Liga ja noch nicht aus eigener Anschauung kennt. „Peter kennt das System der BBL genau und arbeitet sehr gut und akribisch“, begründet Sportdirektor Oliver Braun die Verpflichtung.
Günschel, der eigene Cheftrainer-Ambitionen noch ein paar Jahre hinausschieben will, findet es reizvoll, mit einem griechischen Trainer zu arbeiten. „Wenn sich jemand in der starken griechischen Liga über Jahre etabliert hat, muss der schon viele Sachen richtig machen“, nennt er einen Grund für seinen Wechsel nach Braunschweig. Außerdem hätten die Phantoms in den vergangenen Jahren ihr Programm stetig weiterentwickelt.
Dazu gehört die intensive Nachwuchsarbeit beim Kooperationspartner SG Braunschweig. Um sie noch weiter zu verbessern, wollen die Phantoms ihren Trainerstab aufstocken. „Die Tendenz geht dahin, dass wir noch einen Co-Trainer holen“, sagt Braun. Namen nannte der Sportchef nicht. Wahrscheinlich ist aber, dass Flevarakis seinen vieljährigen Assistenten Kostas Papazoglou mitbringen darf, der auf seiner Facebook-Seite die Phantoms schon als seinen Lieblingsverein betitelt hatte.
Drei Trainer hätten dann auch mehr Zeit, mit den deutschen Perspektivspielern verstärkt individuell und regelmäßig zu arbeiten – eine Sache, die Braun auch zuletzt schon forcieren wollte, was aber nicht so recht gelang. Künftig sollen der Phantoms-Trainerstab, SG-Cheftrainer Liviu Calin und Jugendtrainer Hakim Attia sich eng abgestimmt um Einzeltraining kümmern. „Wir sehen genug Talente bei uns, die das brauchen und werden auch noch einige holen“, sagt Braun.
Für Peter Günschel ist Nachwuchsarbeit selbstverständlich. In Bonn hat er auch das U-19-Bundesligateam trainiert. Und vor seiner Erstligazeit war der Mann aus Klosterfelde bei Bernau als Jugendcoach in Leverkusen und Berlin engagiert. 2004 wurde die U 18 des TuS Lichterfelde unter seiner Regie deutscher Meister – mit dabei: Phantoms-Flügel Robert Kulawick, den er später nach Göttingen lotste. Zum August zieht Günschel nach Braunschweig, zuvor stehen noch die Hochzeit mit Freundin Daniela sowie Flitterwochen auf dem Programm.



