Mittmann setzt auf Siegesserie für Play-offs und Pokalrunde
Sechs Spiele noch, dann ist die Hinrunde der Basketball-Bundesliga beendet. Dann steht fest, welche sechs Teams sich für den Pokalwettbewerb qualifiziert haben. Vorjahres-Finalist Braunschweig wäre natürlich gern wieder dabei.
"Aber das ist kein vordringliches Ziel für uns", beugt Trainer Sebastian Machowski vor dem Gastspiel am Sonntag beim punktgleichen Play-off-Rivalen Bonn schon mal vor. "Unser Ziel heißt Play-offs." Auch Kapitän Nils Mittmann betont, die Mannschaft wolle zwar gern auch wieder beim Top-Vier-Turnier auflaufen, habe sich mit dem Pokalthema aber noch nicht beschäftigt. "Wir müssen uns erstmal auf uns konzentrieren und unsere Leistung stabilisieren", sagt der Flügelspieler. "Aber wenn wir die nächsten Spiele so gestalten, wie wir es uns vorstellen, fällt die Pokalrunde wohl sowieso dabei ab."
Das Erreichen des jüngsten Zwischenziels – vier Siege ab dem Würzburg-Heimspiel – hatte die Pleite in Tübingen durchkreuzt. "Das war sicher die allerschlechteste Saisonleistung", räumt Mittmann ein. "Klar ist, dass es in dieser ausgeglichenen Liga immer wieder Rückschläge geben wird – nur darf bei uns die Leistungsamplitude nicht so weit ausschlagen."
Diverse Personalkorrekturen in jüngster Zeit bei fast allen BBL-Teams könnten noch einige Bewegung ins Tabellenbild bringen. Phantoms-Gastgeber Bonn, der bei seinem Euro-Challenge-Triumph am Dienstag in Ankara, verbunden mit dem Einzug in die Top-16, neues Selbstvertrauen gewonnen hat, hat seinen Kader durch Spielmacher Talor Battle aufgestockt. So hofft auch Machowski, nächste Woche den Nachfolger des weggeschickten Nick Williams in Braunschweig begrüßen zu können.
Gerade das Tübingen-Spiel habe aufgezeigt, dass das Team Ausfälle nicht immer kompensieren könne. "Wenn der Neue da ist, haben wir eine entspanntere Situation", sagt der Trainer und darf seine Schützlinge hinter sich wähnen. "Wenn der Neue die Mannschaft besser macht, ist das eine gute Sache", betont Mittmann, da seien alle Phantoms Profis genug, um nicht die Konkurrenz zu fürchten.
Spätestens wenn sie wieder komplett sind, werden sich Mittmann und Co. eine neue Siegesserie vornehmen, die am besten schon zwei Punkte aus Bonn beinhaltet. "Dort zu gewinnen wird eine schwere Aufgabe, aber keine unlösbare", sagt der 32-Jährige. Dazu müsste es den Phantoms gelingen, den pfeilschnellen Baskets-Spielmacher Jared Jordan und damit das Spieltempo halbwegs unter Kontrolle zu bringen. "Er ist der Motor des Bonner Spiels", verdeutlicht Machowski.
Vier der folgenden fünf Begegnungen gehen dann gegen bislang schwächere Teams. "Na klar haben wir den Anspruch von diesen Spielen mehr oder weniger alle zu gewinnen", verdeutlicht Mittmann. Die Phantoms befänden sich in einer enorm wichtigen Phase: "Im Idealfall schaffen wir ein Polster und tanken Selbstvertrauen, um dann zum Rückrundenstart vielleicht sogar die Top-Mannschaften attackieren zu können."
