Mehr Chancen für die Talente und ein neuer Trainervertrag
Oliver Braun hat gut lachen. Seine Erstliga-Basketballer stehen nach der Hinrunde auf Platz fünf und haben sich für die Pokalrunde qualifiziert.
Entsprechend positiv fällt die Zwischenbilanz des Phantoms-Geschäftsführers aus. "Wir haben bei der Rekrutierung viel Wert auf Erfahrung gelegt, und das hat sich ausgezahlt", erklärt er den Erfolg in den ersten 17 Punktspielen. "Die Mannschaft weiß, worum es geht, alle kämpfen und sind ein echtes Team. Das hat uns einen Vorteil gegenüber anderen gegeben. So haben wir auswärts die engen Spiele gewonnen, auch wenn wir spielerisch noch nicht so weit waren."
Um in der Rückrunde auf Erfolgskurs zu bleiben, sei es wichtig, mehr Heimspiele zu gewinnen und weiterhin die Mehrzahl der engen Spiele für sich zu entscheiden, betont der Sportdirektor. Außerdem wünscht er sich, dass die Braunschweiger Ausnahmetalente Dennis Schröder und Daniel Theis, der zuletzt aus disziplinarischen Gründen zwei Wochen zuschauen musste, möglichst noch mehr zum Zug kommen. "Die Beiden sind die größten Diamanten des deutschen Basketballs in dem Alter auf ihren Positionen. Und sie sind auch noch Braunschweiger. Also müssen wir uns alle Mühe geben, sie zu schleifen", bekennt Braun.
Die beiden Jugend-Nationalspieler hätten noch Flausen im Kopf, ab und zu mal nicht die Arbeitsmoral, die sich die Trainer vorstellten, und wüssten ihre Situation auszunutzen. "Nichtsdestotrotz ist es unsere Aufgabe, sie zu Braunschweiger Erstligabasketballern zu machen. "Ich will die Jungs mehr spielen sehen", fordert der Ex-Nationalspieler. Dies will er allerdings nicht nur als Arbeitsauftrag an die Trainer verstanden wissen, für die es schwierig sei, den Spagat zwischen Talententwicklung und Siegzwang zu schaffen, sondern auch an die Spieler selbst: "Sie müssen sich zusammenreißen und zusehen, dass sie sich weiterentwickeln. Es ist ein Geben und Nehmen", betont Braun. "Daniel ist jetzt wieder im Training dabei, und ich wünsche mir, dass er sich in den nächsten Spielen – in denen Rich Melzer ja noch fehlt – ein bisschen Spielzeit erarbeitet.
Das nächste Projekt, das Braun selbst in Angriff nimmt, ist die Trainerfrage. Der Vertrag von Sebastian Machowski läuft nach drei Jahren zum Saisonende aus. Der Coach selbst hatte schon verkündet, er könne sich vorstellen, längere Zeit in Braunschweig zu bleiben. "Das können wir uns natürlich auch vorstellen", sagt Braun angesichts der positiven Entwicklung in der Amtszeit von Machowski und seinem Co-Trainer Philipp Köchling, dessen Vertrag bereits verlängert worden war. "Die beiden Coaches ergänzen sich sehr gut. Sie haben meist gute Entscheidungen getroffen und bis jetzt Erfolg gehabt", lobt Braun. "Darauf kommt es ja an, und wir sind bereits im Gespräch."

