Mascherodes Handballer auf Aufstiegskurs
Als überragende Mannschaft der Hinrunde dürfte den Regionsoberliga-Handballern des TV Mascherode die Rückkehr in die Landesliga nicht zu nehmen sein.
Elf Siegen steht erst eine Niederlage gegenüber. Auch der TSV Timmerlah macht sich Hoffnung auf den Aufstieg. Der Meister der Regionsoberliga und der Verfolger steigen in die Landesliga auf.
Der sang- und klanglose Abstieg aus der Landesliga ist beim TVM längst angehakt. Die vielen Erfolge in dieser Serie sind sicherlich Balsam für die Seelen. "Wir haben sechs Punkte Vorsprung auf einen Nicht-Aufstiegsplatz. Unser Ziel ist inzwischen, Meister zu werden", stellt der langjährige Coach Holger Weyhe den Aufstieg gar nicht erst in Frage.
"Wir haben uns als Team gefunden und sind eine verschworene Einheit", begründet Weyhe den Lauf seines Teams. Große personelle Veränderungen gab es nach dem Abstieg nicht. Mascherodes bester Werfer ist weiterhin Christian Ruppelt, der wie in der Landesliga auch in der Regionsoberliga in der Torschützenliste weit oben zu finden ist. Knapp neun Treffer im Schnitt gehen wieder auf sein Konto.
Zudem hat Mascherode in Raul Schimkowiak einen Leistungsträger bekommen, mit dem zum Saisonstart nicht zu rechnen war. Nach sieben Jahren Pause kam der frühere MTVer über Markus Bäcker aus der TVM-Reserve wieder zum Handball. Auf Linksaußen und Rückraum Mitte lieferte Schimkowiak starke Leistungen. Also, keine Spur davon, nach so langer Auszeit eingerostet zu sein. Zum Saisonauftakt im Stadtduell gegen Timmerlah war Schimkowiak noch nicht an Bord. Der TVM siegte dennoch klar.
Zum Start in die Rückrunde kommt es am 8. Januar zum Rückspiel zwischen Spitzenreiter Mascherode (23:3 Punkte) und dem Tabellendritten Timmerlah (15:9). Dass beide Teams um den Aufstieg kämpfen, macht die Begegnung besonders brisant. "Dieses Spiel ist für uns wegweisend. Gewinnen wir und holen aus den vier Spielen im Januar 6:2 Punkte, traue ich uns den Aufstieg zu", sagt TSV-Coach Kai Fischer.
Fischer kam zu Saisonbeginn aus Groß Lafferde und sieht bei seinen Mannen noch viel Steigerungspotenzial. Das Team habe nämlich wegen Langzeitverletzten noch nicht eine Partie in voller Besetzung gespielt. Beispielsweise fehlen Fischer Joachim Berner (Achillessehnenverletzung) und Jan Schmitt (Kreuzbandriss) seit Wochen. Berner, so hofft Fischer, soll aber bald ins Geschehen eingreifen. Großen Anteil am Erfolg hat der Nachwuchs. Fabian Gerstung, Ken Waldhelm und Lukas Asmer sind erst ein Jahr aus der Jugend heraus und längst Stammkräfte. In der Landesliga spielen Hondelage und der MTV II. Die Aussicht auf mehr Stadtduelle ist weitere Motivation.
