Kulawick trifft in Trier auf seinen Förderer
Wer weiß, womit Phantoms-Korbjäger Robert Kulawick heute sein Geld verdienen würde, wenn es Henrik Rödl nicht gäbe. Triers Trainer war es schließlich, der dem jungen Kulawick seinerzeit den Sprung in den Profi-Basketball ermöglichte."Ihm habe ich am meisten zu verdanken", erzählt Kulawick, der gebürtige Berliner. Denn als Rödl 2005 Chef-Coach von Alba Berlin wurde, musste er zwei Akteure vom Kooperationspartner TuS Lichterfelde (dessen Trainer er zuvor war) bestimmen, die eine Doppellizenz erhalten sollten.
Die Wahl des ehemaligen Nationalspielers fiel neben Tim Modersitzki, der mittlerweile in Stahndsdorf in der Pro B spielt, etwas überraschend auch auf Robert Kulawick. Jener Kulawick, der nach eigener Aussage "schon als kleiner Steppke zu Rödl aufgeschaut" hatte, als dieser noch selbst das Alba-Trikot trug.
"Henrik brauchte jemanden, auf den er sich verlassen konnte, jemanden, der seine Rolle einordnen konnte", erinnert sich der Neu-Braunschweiger, der sich selbst als ruhigen Typ bezeichnet, einer "der in einer Mannschaft keinen Unfrieden stiftet". So wäre "Kulle",obwohl sich seine Erstliga-Einsätze in der Saison 2005/2006 auf überschaubare 28Minuten summierten, nie auf die Idee gekommen, schlechte Stimmung zu verbreiten.
Für seine persönliche Entwicklung war alleine das tägliche Training mit Stars wie Hollis Price, Jovo Stanojevic und Demond Greene Gold wert. Und das alles unter der Regie von Henrik Rödl. "Er hat mir ein großes basketballerisches Wissen vermittelt", schwärmt Kulawick.
Sein erstes Bundesliga-Spiel vor mehr als 6000 Zuschauern in der Köln-Arena oder aber auch seine ersten Bundesliga-Punkte, erzielt beim Auswärtsspiel in Würzburg, hater bis heute nicht vergessen.
Am Sonntagabend (17 Uhr, Arena Trier) gibt es für Kulawick ein Wiedersehen mit seinem ehemaligen Mentor, der seit vergangener Saison Trainer in Trier ist. "Zu Weihnachten und zum Geburtstag bekomme ich immer noch eine SMS von ihm", berichtet der Phantoms-Flügelspieler. "In dieser Hinsicht ist Henrik wirklich ein feiner Kerl."
Zu viel Dankbarkeit seines ehemaligen Schützlings sollte Triers Coach morgen allerdings nicht erwarten. "Gegen Quakenbrück haben wir die Punkte letzte Woche ein bisschen verschenkt. Da bleibt uns nichts anderes übrig, als uns die Punkte auswärts zurückzuholen", kündigt Kulawick an.
