Kräftemessen auf Europaliga-Niveau
Braunschweig Phantoms-Basketballer spielen beim Turnier in Italien – weiter ohne neuen Center. Nick Schneiders ist wieder fit.
Mit einer langen Videositzung haben sich Braunschweigs Basketballer am Donnerstag nochmal ihr bereits erarbeitetes taktisches Repertoire vor Augen geführt. Freitag und Samstag wollen sie es in Italien anwenden, unter höchstem Druck, bei einem Turnier von einer Qualität, zu dem die Phantoms normalerweise nicht eingeladen würden. „Aber ich habe da ganz gute Kontakte“, erzählt Trainer Kostas Flevarakis. „Es ist schon eine große Sache, dass wir da mitspielen dürfen.“
So können sich seine Spieler mit drei Play-off-Teams der italienischen ersten Liga messen, Gegnern auf Europaliga-Niveau also. Heute früh fliegen sie ab Berlin gen Italien, fahren dann mit dem Bus in den Turnierort Caorle nördlich von Venedig und müssen noch am Abend aufs Parkett gegen den Europaliga-Qualifikanten Cantu. Am Samstag geht es dann entweder gegen Bologna oder das Europaliga-Spitzenteam Mailand, einen der Top-drei-Klubs der europäischen Budget-Rangliste, wie Flevarakis betont.
In diesem Feld könne sein Team nur gewinnen, schwärmt der Grieche, bezieht dies aber weniger auf die Ergebnisse. „Wir wollen jede Minute nutzen, um Erfahrungen zu sammeln“, sagt Flevarakis. „Unser Hauptziel ist es, unser Spiel auch gegen diese Spitzenmannschaften durchzusetzen.“ Gelingt dieses Vorhaben, dürften die Spieler am Sonntag auch mal das Meer oder sogar Venedig sehen, ehe es zurück nach Braunschweig geht, hat er ihnen beim Fantalk scherzhaft mitgeteilt.
„Wir wollen sehen, dass die Spieler sich auch auf diesem Niveau versuchen durchzusetzen“, fordert auch Sportdirektor Oliver Braun. Das würde der Mannschaft erleichtert, könnte sie endlich auf den neuen Center bauen. Doch der auserwählte Amerikaner ist immer noch nicht eingetroffen. Nächste Woche soll es nun so weit sein. „Wir warten ungerne, aber er würde wirklich ganz hervorragend in unser System passen“, sagt Braun.
Für etwas mehr Durchschlagskraft unter den Körben kann nun wenigstens Nick Schneiders sorgen, der seinen Bänderriss auskuriert hat. Und Immanuel McElroy hatte schon in den zweimal sechs Minuten, die er am Montag gegen Oldenburg mitgewirkt hatte, gezeigt, dass er das Team mit seiner Routine und Übersicht gleich ein ganzes Stück stärker macht.


