„Jetzt wollen wir auch Siebter werden“
Braunschweig Es gab nur eine kurze Play-off-Feier der Braunschweiger Basketballer Mittwochabend. Schließlich geht es am Samstag schon weiter in Berlin.
Und die Phantoms gaben sich gleich nach dem Sieg gegen Bonn wieder kämpferisch. „Klar ist es toll, dass wir wieder in den Play-offs sind, das zeigt eine gewisse Klasse, die wir Jahr für Jahr beweisen“, sagte Trainer Sebastian Machowski. „Aber wichtig ist doch, was dann dort für uns noch machbar ist. Darum geht es ja eigentlich.“
„Jetzt wollen wir auch Siebter werden“, formuliert Kapitän Nils Mittmann das Nahziel mit dem Blick auf das Play-off-Viertelfinale. Denn ob man da als Achter auf Titelverteidiger Bamberg trifft oder als Siebter auf Ulm oder Berlin, das ist ein himmelweiter Unterschied.
„Platz acht ist undankbar. Bamberg in einer Best-of-five-Serie zu schlagen, ist wohl kaum möglich“, sagt Mittmann. Und auch Machowski wollte nicht mit Macht in die Meisterrunde, „um dann da gegen die Übermannschaft sang- und klanglos auszuscheiden.“
Seine Vision für den weiteren Saisonverlauf verrät er sogar mutig: „Gegen Ulm würde ich, ehrlich gesagt, am liebsten spielen – und dann im Halbfinale gegen Alba...“
Gegen Play-off-Neuling Ulm, dem sein Team in den Punktspielen zweimal nur ganz knapp unterlegen war, rechnet er sich die größten Siegchancen in einer Serie aus.
Um dieses Duell aus eigener Kraft zu erzwingen, müsste seine Mannschaft allerdings heute in Berlin gewinnen.
Dabei sind die Berliner klarer Favorit: Seit der überraschenden Pokalpleite im Februar gegen die Braunschweiger haben sie zehn ihrer zwölf Spiele gewonnen. Sie konnten sich Mittwoch ausruhen, haben heute 14 000 Fans im Rücken und kämpfen im Fernduell mit Ulm noch um den zweiten Tabellenplatz, der im Halbfinale Heimrecht bedeutet.
„Natürlich sind wir da krasser Außenseiter“, weiß Machowski, zumal die Phantoms bei einem Auswärtsspiel zum Ende einer englischen Woche bislang stets mental ausgelaugt wirkten. „Aber wir haben zuletzt, als es um die Wurst ging, ganz gut gespielt und haben im Pokal schon bewiesen, dass wir in Berlin gewinnen können“, macht er seiner Mannschaft Mut. „Wenn wir noch etwas erreichen wollen, müssen wir jetzt anfangen, auch mal die Mannschaften über uns zu schlagen.“
•Berlin – Phantoms Braunschweig, Samstag, 20 Uhr, Arena am Ostbahnhof

