"Ich kann international mitspielen"
BTHC-Tennistalent Jana Nabel freut sich über ihre Lernerfolge beim Junior-Fed-Cup in Mexiko
Den geschenkten Sombrero von der Spieler-Party musste Jana Nabel aus Gewichts- und Platzgründen in Mexiko lassen. Das wertvollste Souvenir vom Junior-Fed-Cup hat das Tennistalent des BTHC aber ohnehin im Kopf mit nach Hause mitgebracht.
"Ich denke, ich habe eine Menge gelernt", bilanziert die Sportlerin, die am Mittwoch 16 Jahre alt geworden ist, ihren Auftritt bei der Mannschafts-Weltmeisterschaft der U-16-Juniorinnen. "Ich habe gesehen, dass ich auf dem internationalen Niveau mithalten kann und sogar gegen die Besten eine Siegchance haben kann."
Nabel hatte im entscheidenden Spiel des deutschen Teams um den Halbfinal-Einzug gegen Italien allerdings gegen die Bronzemedaillengewinnerin der Europameisterschaft einen Matchball vergeben und dann verloren. "Da habe ich gespürt, dass man den Glauben an sich selbst und die richtige mentale Einstellung braucht, um dann den einen letzten Punkt auch noch zu machen."
So wurde die Elftklässlerin im Verbund mit ihren Teamkolleginnen Antonia Lottner (Düsseldorf) und Sonja Larsen (Hannover) Achte. Das war weniger, als möglich gewesen wäre, aber unter dem Strich doch ein Erfolg für das ungesetzte deutsche Team. "Nachdem der Enttäuschung, dass wir das Halbfinale verpasst hatten, war die Luft draußen, danach hat nicht mehr viel gepasst", erzählt sie. "Und ich habe mich nach der Anspannung vom Vortag auch platt und vom Kopf her müde gefühlt." Das Besondere eines Mannschaftswettbewerbs genoss die sonstige Einzelkämpferin so oder so. "Wenn man für sein Land und das Team spielt, ist das eine ganz andere Verantwortung als wenn man nur für sich antritt."
Auch sonst war das Turnier in der 1900 Meter hoch gelegenen Millionenstadt San Luis Potosi ein Riesenerlebnis für die groß gewachsene BTHC-Athletin. Mit einer bewaffneten Polizei-Eskorte wurde die DTB-Auswahl vom Flughafen ins Hotel gefahren, und auch auf der Tennisanlage erlebten die Spielerinnen das Flair eines internationalen Großereignisses. Bei der Eröffnungsfeier marschierten die 16 Nationen von einem Orchester begleitet ein, im Lauf des Turniers waren zwei Partys mit Livemusik für die Mädchen und Jungen organisiert, und zur Abschlussfeier waren alle Sportler und Trainer zum Essen mit Rahmenprogramm geladen. "Da habe ich einige Spielerinnen aus anderen Ländern kennengelernt", freut sich Nabel. "Das war insgesamt eine Super-Erfahrung."
Entsprechend motiviert macht sie dieser Tage in Braunschweig weiter und schwärmt: "Das ist cool: Durch das Training in der Höhe fühlt sich hier alles viel einfacher an."



