Hockey-Frauen machen einen Riesenschritt zum Klassenerhalt
Eintracht Braunschweigs Hockey-Spielerinnen haben einen vorentscheidenden Schritt getan, um auch in der nächsten Hallensaison erstklassig zu spielen. Mit dem 4:1 (1:0)-Erfolg gegen Tabellenschlusslicht Hamburger Polo Club vergrößerte das Team den Abstand zum Abstiegsplatz auf fünf Punkte.
Im zweiten Spiel des Wochenendes glückte der Mannschaft von Trainer Carsten Alisch gestern Nachmittag eine faustdicke Überraschung. Beim UHC Hamburg erkämpfte Eintracht ein 2:2 (0:1). Der Punkt wiegt umso schwerer, da Polo zuvor beim Klipper THC ebenfalls zu einem Remis kam. "Da haben wir die richtige Antwort gegeben", freute sich Alisch.
Erleichtert war Alisch nach dem sehr nervös und hektisch geführten Heimspiel gegen den Abstiegskonkurrenten. "Die drei Punkte waren heute das Wichtigste", stellte der Trainer fest. Dass Polo in den noch ausstehenden vier Saisonspielen den Rückstand noch aufholen kann, erscheint nach dem Auftritt des Aufsteigers bei Eintracht unrealistisch.
Also, Hauptsache gewonnen. Mehr Positives gab es zu der Partie auch kaum zu sagen. Denn beide Mannschaften zeigten sich vor 120 Zuschauern in der Sporthalle Alte Waage weit entfernt von Bundesliganiveau, die Gäste noch viel weiter als Eintracht.
"Wir haben ganz schlecht gespielt. Das müssen wir ganz schnell abhaken", gab Anke Kühne selbstkritisch zu. Die 30 Jahre alte Spielmacherin hatte Eintracht mit zwei Strafeckentoren (13., 40.) mit 2:0 in Führung geschossen. Nur kurz, nach dem 1:2 (52.) durch Polos Nadine Schützenhofer, kam der Erfolg in Gefahr. Doch Birgitta Witte (55.), mit ihrem ersten Bundesligator, und Inga Matthes (56.) sorgten mit einem Doppelschlag für den Endstand.
Die Gastgeberinnen hatten es sich selbst zuzuschreiben, dass die Partie nicht schon zur Pause klar zu ihren Gunsten entschieden war. Reihenweise vergaben die Angreiferinnen klare Einschussmöglichkeiten, trafen bei ihren schwachen Abschlüssen immer wieder Polo-Torhüterin Franziska Brockelmann.
Ganz anders präsentierte sich Eintracht gestern in Hamburg beim UHC. "Das war eine deutliche Steigerung. Wir haben sehr clever gespielt", lobte Alisch. Kampfstark und diszipliniert setzte seine Mannschaft die Defensivtaktik gegen den Tabellenzweiten um und hatte in Victoria Wiedermann im Tor die überragende Spielerin auf dem Parkett. "Sie hat sensationell gehalten", lobte Alisch.

