Freie Turner lassen sich in Unterzahl auskontern
Die Freien Turner verlieren im Titelrennen der Fußball-Landesliga zunehmend an Boden. Nach der 1:3-Niederlage gegen den MTV Gifhorn ist der Rückstand auf Spitzenreiter Lupo Martini Wolfsburg auf acht Zähler angewachsen.
Umso ärgerlicher ist das für die Prinzenpark-Elf, weil die gestrige Heimniederlage unnötig war. In der ersten Hälfte hatten die Turner klar mehr Ballbesitz. Christian Ebeling scheiterte bei zwei Großchancen. Die Gäste ließen bei drei guten Gelegenheiten erst kurz vor der Pause ihre Offensivqualitäten aufblitzen.
Als Ebeling den Ball fünf Minuten nach Wiederbeginn im Anschluss an eine Ecke zum 1:0 über die Linie drückte, schien die Partie zugunsten des Favoriten zu verlaufen. Doch der eingewechselte Adrian Morton verpasste Mitte der zweiten Hälfte frei vor Gifhorns Keeper das 2:0.
"Der Torwart hat gut gehalten, aber ich hätte auch präziser abschließen müssen. Unruhig schlafen werde ich heute auf jeden Fall", sagte Morton und haderte mit der vergebenen Chance. Der 22-Jährige ist nach seiner schweren Schulterverletzung aus der Saisonvorbereitung wieder auf dem Weg zu gewohnter Form.
Grund zum Ärgern hatte der schnelle Mittelfeldmann, weil Mannschaftskollege Stefan Riedel gleich im Gegenzug der Gifhorner die rote Karte sah. "Das war ein taktisches Foul, und dafür gibt es die gelbe und nicht die rote Karte", kritisierte Turner-Coach Uwe Walther die für ihn spielentscheidende Handlung des Unparteiischen.
In Unterzahl kassierte sein Team den Ausgleich und lief danach in zwei Konter, die der MTV eiskalt abschloss. "Wir haben Gifhorn in der Phase zu viel Raum gelassen und standen nicht geordnet", meinte Walther, fügte aber auch hinzu: "Das wirft uns nicht um."
