Freie Turner drehen Partie nach der Pause
Es waren gut zehn Minuten gespielt, da lagen die Freien Turner gegen Tuspo Petershütte mit 0:2 hinten. Im letzten Spiel vor der Winterpause drohte eine Enttäuschung und auf der Weihnachtsfeier miese Stimmung. Doch Christian Ebeling rettete den Fußball-Oberligisten – am Ende siegten die Turner mit 3:2.
Schon vor der Pause hatten die Turner das Spiel kontrolliert, kamen aber auf dem kleinen Kunstrasenplatz nicht zum Abschluss. Ein bisschen Glück war dabei, als kurz nach dem Seitenwechsel Petershüttes Torwart ausrutschte. Statt eine hohe Flanke abzufangen, senste er so Christian Ebeling um.
"Ich wäre an den Ball nie herangekommen", gab der Angreifer zu. Den fälligen Strafstoß verwandelte Jonas Kierdorf souverän. Kurz darauf hätte Rick Kaupert beinahe den Ausgleich erzielt, traf mit einem Distanzschuss aber nur die Latte.
So war es nach einer guten Stunde erneut Ebeling, der indirekt für Zählbares sorgte. Nach einer Flanke in den Gäste-Strafraum ging er zu Boden. "Ich habe einen Ellenbogen ins Gesicht gekriegt", erzählte er später. Wieder war es Kierdorf, der den Strafstoß verwandelte.
Es dauerte bis zur 84. Minute, bis die Turner das Spiel gegen mittlerweile dezimierte Gäste vollends drehten. Ebeling nahm einen Ball im Strafraum an und schoss ihn aus der Drehung ins flache Toreck zum 3:2.
"Ich hatte selbst gar nicht mehr daran geglaubt, dass wir das Spiel noch drehen", gab Ebeling zu. Gegen einen solchen Gegner dürfe man aber auch nicht verlieren, fand der Vollblutstürmer. "Ich bin zufrieden, weil wir mit dem letzten Aufgebot gespielt haben", sagte sein Trainer Uwe Walther.
