Flevarakis: „Ich werde mein Bestes für die Phantoms geben“
Braunschweig Der 43 Jahre alte Grieche wurde am Freitag als neuer Trainer beim Braunschweiger Basketball-Bundesligisten vorgestellt.
Ob ihm Braunschweig überhaupt ein Begriff gewesen sei, als die Phantoms Kontakt mit ihm aufnahmen? Natürlich, beteuerte Kostas Flevarakis lachend, „aber eher in Sachen Fußball“. Ab sofort will der 43-Jährige dafür sorgen, dass Basketball in der Stadt an Bedeutung gewinnt. Wie unsere Zeitung bereits vorab berichtet hatte, haben die Phantoms den Griechen am Freitag als neuen Trainer vorgestellt. Der Familienvater, der die Nachfolge des nach Oldenburg abgewanderten Sebastian Machowski antritt, erhält beim Braunschweiger Basketball-Bundesligisten einen Zweijahres-Vertrag.
Flevarakis bringt ausgezeichnete Referenzen mit, unter anderem trainierte er die griechischen Top-Teams AEK Athen und PAOK Thessaloniki. In Deutschland allerdings ist der studierte Sportwissenschaftler, der neben seiner Muttersprache auch noch Italienisch und Englisch spricht, ein unbeschriebenes Blatt.
Das habe allerdings wenig zu bedeuten, betonte Phantoms-Sportdirektor Oliver Braun bei der Präsentation des neuen Chef-Trainers in den Räumen von Namenssponsor New Yorker und erinnerte an die Machowski-Verpflichtung vor drei Jahren. „Auch da sind wir einen ungewöhnlichen Weg gegangen.“
Ein Weg, der zum Erfolg führte, schließlich qualifizierten sich die Phantoms unter Machowskis Regie erstmals seit vielen Jahren wieder für die Play-offs – und das gleich dreimal in Folge. „Ich hoffe, dass wir mit Kostas Flevarakis an diese erfolgreiche Zeit anknüpfen können“, sagte Holger Meißner, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Phantoms.
„Ich werde alles für die Phantoms geben“, versprach Flevarakis einen Tag nach seinem 43. Geburtstag. „Unser Ziel muss es sein, die Play-offs zu erreichen.“ Voraussetzung dafür sei, dass das Team an einem Strang ziehe und die richtige Einstellung an den Tag lege. „Wenn die stimmt, kann man viel erreichen.“ Flevarakis berichtete, dass er „der beste Freund der Spieler“ sei und ihnen auch mal Fehler verzeihe; vorausgesetzt, diese geben alles für den Klub. Andernfalls, drohte er an, „werde ich ihr größter Feind“.
Sportdirektor Oliver Braun war die Genugtuung, nur zwei Wochen nach Saisonende einen neuen Coach präsentieren können, gestern deutlich anzumerken. „Er hat bislang immer das Maximum aus den Teams herausgeholt, die er trainiert hat“, nannte der 39-Jährige einen der Gründe, die letztlich zur Verpflichtung des Griechen führten. Ausschlaggebend sei zudem gewesen, dass Flevarakis über reichlich internationale Erfahrung verfüge und „einen guten Blickwinkel auf die deutsche Liga“ habe.
Den hat sich Flevarakis nicht zuletzt durch ausführliches Video-Studium verschafft. Der Vater von zwei Töchtern (6 und 11 Jahre alt) verriet, dass er sich bereits die Hälfte aller Phantoms-Spiele zu Gemüte geführt habe. „Bis nächste Woche habe ich dann hoffentlich auch den Rest gesehen und alle Details über das Team herausgefunden.“
