Endlich den Heimfluch besiegen
Die Phantoms-Basketballer starten zum Hinrunden-Abschluss entschlossen in das Endspiel um die Pokal-Teilnahme gegen Bayreuth
Eine Macht zu sein in eigener Halle, davon sind Braunschweigs Basketballer noch weit entfernt. Am Samstag um 19.30 Uhr gegen den Tabellenelften Bayreuth wollen sie ihren Heimfluch (3 Siege, 4 Niederlagen in der VW-Halle) nun aber mit Macht besiegen. Denn mit einem Erfolg hätten sie zum Hinrunden-Abschluss ihr erstes Saisonziel erreicht, die Teilnahme an der Pokal-Runde der Top-Sechs.
Trainer Sebastian Machowski hofft auf eine ähnlich große Kulisse wie zuletzt gegen Ulm. 800 Fans mehr als üblich feuerten das Team an und pfiffen Ulms Center John Bryant aus, so dass ein sonst nur von Auswärtsfahrten bekannter Druck von den Rängen entstand. "Das hat man sofort gemerkt, das war richtig gute Stimmung", schwärmt Machowski. Und solch eine Unterstützung kann die Mannschaft gegen Bayreuth wieder gut gebrauchen,
Denn dass ihr bester Punktesammler und Rebounder Rich Melzer wegen seines Fingerbruchs ausfällt, macht die Aufgabe besonders schwer. Denn die Franken bieten mit Brandon Hunter einen sehr bulligen Gegenspieler auf, der mit 126 Kilo den Melzer-Vertretern Nils Mittmann und Branko Jorovic beinahe 30 Kilo Kampfgewicht voraus hat.
"Wir werden unser Spiel ein bisschen umstellen, weil Nils und Branko ganz andere Typen sind als Rich", verrät Machowski. Um den Angriff macht er sich dabei wenig Sorgen. "Oft genug auf den Korb werfen werden wir schon – aber die Frage ist, ob wir die Bayreuther stoppen können." Die Gäste haben zuletzt aufhorchen lassen, als sie gegen Bamberg unglücklich nur mit einem Zähler verloren. Und ihre Bilanz aus den letzten zehn Spielen ist mit sechs Siegen genauso gut wie die der Phantoms.
Auf der Suche nach neuen Impulsen, die Melzers Ausfall in den nächsten Wochen erträglich machen, nimmt Machowski auch Stephen Dennis in die Pflicht. Der Spielmacher müsse mehr investieren, um sich aus seinem Tief zu kämpfen, fordert der Trainer. Fehler gestehe er dem jungen Profi in seinem ersten Jahr in Europa zu. "Aber aus denen muss er gefälligst auch lernen."
Es sei allerdings nicht daran gedacht, wie viele Fans mutmaßen, Dennis austauschen, betont Machowski. Schließlich sei der Spielaufbau auch bei LaMarr Greer oder Immanuel McElroy in guten Händen. "Und wenn Stephen an sich arbeitet, werden wir auch wieder Spaß an ihm haben."
