Eintracht im Hockey-Sturm mut- und harmlos
Eintrachts Hockey-Spielerinnen haben es verpasst, sich deutlich von Tabellenschlusslicht Hamburger Polo Club abzusetzen und sich die "Endspiele" gegen den Bundesliga-Aufsteiger zu ersparen.
Nach den beiden Niederlagen gegen den Club an der Alster Hamburg und den Harvestehuder THC rangiert das Team von Trainer Carsten Alisch nur zwei Punkte vor dem Abstiegsrang der Gruppe Nord.
Beim 4:7 (2:2) beim Tabellenführer Club an der Alster und beim 4:6 (3:3) vor 100 Zuschauern in der Sporthalle Alte Waage hielt Eintracht jeweils bis zur Pause gut mit, musste sich aber in beiden Partien im zweiten Durchgang geschlagen geben. Dass gestern Anne Motyl krank ausfiel und Carolina Lang angeschlagen nur sporadisch eingesetzt werden konnte, schwächte Eintracht zudem.
"Gegen Alster haben wir sehr gut gespielt, aber heute gegen Harvestehude hatten wir einen schlechten Tag", sagte Alisch nach der zweiten Niederlage des Wochenendes. Vor allem seine Stürmerinnen hatten allesamt einen rabenschwarzen Tag erwischt, vergaben gegen Harvestehudes Torhüterin Tanja Wendt Chance auf Chance. Hätte nicht vor dem Wechsel Torfrau Victoria Wiedermann mehrfach glänzend reagiert, wäre die Partie schon frühzeitig zugunsten der Gäste entschieden gewesen. So aber sorgten Anke Kühne, ihr war bereits nach vier Minuten der Ausgleich geglückt, und Inga Matthes mit zwei Treffern vor der Halbzeit für den Ausgleich.
Das zweite große Manko im Eintracht-Spiel war, dass die Mannschaft zumeist ideenlos gegen die defensiv eingestellten Gäste angriff. Ruhigem Aufbauspiel folgten zumeist Pässe ins Leere, auch weil die Angreiferinnen kaum einmal anspielbar waren. Mit Einzelaktionen rannten sich die Eintracht-Spielerinnen zudem häufig fest, ermöglichten so den Harvestehuderinnen gute Konterchancen. Hinzu kam, dass Eintracht von acht Strafecken lediglich eine zu einem Treffer nutzte – eine klägliche Quote. Matthes zweiter Treffer zum 4:6 (48.) war zu wenig, um zu einem Punktgewinn zu kommen. "Wir haben gegen die total defensiv stehenden Harvestehuderinnen kein Tempo gespielt, wenn dann auch die Strafecken nicht genutzt werden, verlierst du so eine Begegnung", stellte Alisch fest, der sich und sein Team zudem durch mehrere fragwürdige Entscheidungen der Unparteiischen Robert Bernin (Rissen) und Christoph Bastobbe (Helmstedt) benachteiligt sah.



