Eintracht II fehlt es an Effektivität
Mit sieben Spielern aus dem Profikader trat Fußball-Oberligist Eintracht II an. Doch gegen Eintracht Nordhorn fehlte den Blau-Gelben trotzdem die Effektivität. So gingen beim 1:2 drei Punkte verloren.
Packend war die Partie vor 100 Zuschauern auf dem B-Platz zunächst nicht. Vor der Pause spielte sich das Geschehen hauptsächlich zwischen den 16-Meter-Räumen ab.
Die zweite Hälfte machte dafür umso mehr Spaß. Gleich nach Wiederbeginn ging es los. Zunächst prüfte Raffael Korte mit einem Distanzschuss Nordhorns Keeper. Insgesamt brachten er und sein Zwillingsbruder Gianluca über die Flügel immer wieder Schwung in die Aktionen – zu oft fehlte es am Ende aber am letzten Stück Präzision.
Nach einem Handspiel eines Nordhorners gab es kurz danach Elfmeter für Eintracht. Doch Evangelos Papaefthimiou setzte den Ball über die Latte. "Das kann mal passieren. Gut ist, dass er das Selbstvertrauen hat und sich den Ball schnappt", sagte Eintracht-Coach Henning Bürger angesichts des Fehlens eines festen Schützen.
Aber die Trauer um den Fehlschuss war schnell verflogen. Eine Minute später blockte Julius Reinhardt nach einem langen Pass in die Spitze den Klärungsversuch eines Nordhorners. Von Reinhardts Bein sprang der Ball ins Tor.
Aber wiederum nur zwei Minuten später kam Nordhorn durch einen Sonntagsschuss zum Ausgleich. Eintracht erspielte sich in der Folge Chancen durch Pierre Merkel und abermals Raffael Korte, jedoch ohne Erfolg. Zwölf Minuten vor Schluss traf Nordhorn nach einem schönen Angriff zum 1:2.
Am Ende war nicht nur Lukas Kierdorf sauer, der seinen Platzverweis so unberechtigt fand, dass er von Mannschaftskamerad Emre Turan im Ringergriff vom Platz befördert werden musste. "Gegen so eine Mannschaft dürfen wir nicht verlieren", polterte Torschütze Julius Reinhardt. Sein Trainer fand dagegen anerkennende Worte für die Gäste. "Die haben gut gespielt. Wir haben zu viele kleine Fehler gemacht und immer wieder Ballverluste produziert", analysierte Bürger.


