Dreh an den Rollenschrauben
Braunschweig Vor der Partie am Samstag in Frankfurt entspannt sich die Personallage bei Braunschweigs Bundesliga-Basketballern.
Zum einen muss der neue Spielmacher Igor Milosevic integriert werden. Dann drängen LaMarr Greer und Rich Melzer nach ihren Verletzungspausen zurück in die Mannschaft, wenn auch vorsichtig.
Und schließlich sind da die Jugend-Nationalspieler Dennis Schröder und Daniel Theis, die ihre vermehrte Spielzeit durch die Verletzung dreier Stammkräfte genutzt haben, um zu zeigen, dass sie auf Bundesliganiveau nicht nur mitlaufen, sondern auch Impulse geben können. Und da wollen sie nun natürlich nicht ins dritte Glied zurück.
Chefcoach Sebastian Machowski und sein Co-Trainer Philipp Köchling werden also in den nächsten Wochen behutsam an den Rollenschrauben drehen müssen, bis in der neuen Konstellation wieder alles gut zusammenpasst.
Köchling bestätigt, dass sich die Youngster mit ihren frechen Aktionen gut verkauft und im Team Vertrauen gewonnen hätten, wenn auch Spielerfahrung und Cleverness noch sichtlich fehlten. „Beide haben sich in den Vordergrund gespielt und den anderen gezeigt: Hallo, da ist noch jemand!“
Dass es bei vollzähliger Mannschaft zunehmend Unzufriedenheiten mit der Spielzeit geben könnte, glaubt Köchling erstmal nicht. „Man darf nicht vergessen, dass wir die letzten beiden Spiele verloren haben und alle sehr unzufrieden waren“, betont er. „Am zufriedensten ist eine Mannschaft, wenn sie gewinnt, da sind die Minuten nicht so wichtig.“
Für die Partie in Frankfurt setzen die Verantwortlichen große Hoffnungen in Neuling Igor Milosevic. „Man sieht an seinem Stil, dass er in Topligen gespielt hat“, sagt Sportdirektor Oliver Braun beeindruckt. Der 25-Jährige agiere im Training kontrollierter und aggressiver als normale Bundesligaspieler.
Köchling lobt die schnelle taktische Auffassungsgabe und das Tempo des Neuen. Und auch die Führungsrolle scheint der Serbe schon angenommen zu haben. „Igor redet mit der Mannschaft“, berichtet der Co-Trainer. „Er ist kein zurückhaltender Spieler, sondern einer mit viel Temperament.“
Wie viel LaMarr Greer und Rich Melzer in Frankfurt schon zum Phantoms-Spiel beisteuern können, ist völlig offen. Beide konnten noch keine komplette Trainingswoche absolvieren, sondern wurden sehr dosiert an die Vollbelastung herangeführt. Erst kurzfristig wollen die Trainer über ihren Einsatz entscheiden. Spielmacher Stephen Dennis ist mit seiner Knieverletzung noch außer Gefecht.


