Die Fans wünschen sich feste Vereinsfarben und Stehtribünen
Braunschweig Die Phantoms-Verantwortlichen erkundeten bei einem konstruktiven Meinungsaustausch die Bedürfnisse der Basketball-Fans und nahmen Kritik entgegen.
Was wünschen sich die Fans von den Phantoms? Um dies zu erkunden, hatte die Geschäftsführung des Basketball-Bundesligisten erstmals alle Interessierten zum Meinungsaustausch geladen – und, wie erhofft, konstruktive Resonanz gefunden.Neben vielen Kleinigkeiten wie Musik- und Pausenprogramm und entsprechenden Vorschlägen kristallisierten sich vier Haupt-Anliegen heraus, über die ausgiebig diskutiert wurde.
Halle: Um die Stimmung im großen Rund zu verbessern, wird über Stehtribünen hinter den Körben nachgedacht. Allerdings würde dies die Sicht in den Kurven beeinträchtigen, wo laut Geschäftsführer Norbert Rüscher an der Nordseite 200 Dauerkarten verkauft sind. Die Fans begrüßten Stehtribünen, wie sie sie aus vielen Auswärtshallen kennen. „Das sind Lieblingsplätze“, betonte Oliver Scholz, Chef des Fanclubs Supporters. Wenn, dann sollten aber hinter beiden Körben und nicht nur an einer Seite solche Podeste aufgebaut werden, um die Symmetrie der Halle zu erhalten. Rüscher will nun mit der Hallenverwaltung konkrete Möglichkeiten ausloten.
Fanartikel: Das Fehlen von festen Vereinsfarben und somit optischen Identifikationsmöglichkeiten war ein Hauptkritikpunkt der Fans. Das Problem ist der Phantoms-Führung bewusst. Allerdings ist der Klub auch an die Vorstellungen des Namenssponsors New Yorker gebunden. In Umfragen habe man herausgefunden, dass Schwarz und Weiß die Farben sein sollen mit Rot als Co-Farbe, berichtete Sportdirektor Oliver Braun. „Wir werden das sukzessive umstellen“, versprach er. Eine Firma für Markenberatung helfe.
Außendarstellung: Die Werbung im Stadtbild ist den Phantoms-Anhängern zu dürftig. Sie wünschen sich mehr Plakate, am besten auch Videos auf den Großbildschirmen und einen Fanshop in der Stadt.
Kommunikation mit der Mannschaft: Der neue Trainer Kostas Flevarakis sollte mehr auf die Fans zugehen, als es Sebastian Machowski getan hatte, und auch mal nach dem Spiel zum Fantalk kommen, forderten die Anwesenden. Auch die Profis sollten zugänglicher sein und nach den Spielen mehr Kontakt zum – und Interaktion mit – dem Publikum suchen und Autogramme schreiben. Ein weiterer Wunsch: Ab und zu mal beim Training zuschauen zu dürfen.

