Davis: „Wir müssen die Taktik disziplinierter umsetzen“
Braunschweig Der Phantoms-Regisseur will die Braunschweiger Basketballer am Sonnabend zum Sieg gegen sein Ex-Team Bonn führen.
Für Jeremiah Davis ist Samstag ein ganz besonderer Tag. Der Spielmacher der Braunschweiger Basketballer trifft mit den Phantoms auf sein ehemaliges Team aus Bonn. „Da werden einige gute Erinnerungen wach bei mir, und ich freue mich, meinen alten Trainer Mike Koch wiederzutreffen“, sagt der Routinier.
In der Saison 2007/2008 hatte Davis die Baskets zur deutschen Vizemeisterschaft geführt. Schluss war erst im Finale gegen Alba Berlin um seinen heutigen Teamkollegen Immanuel McElroy.
Die Bonner Fans erinnern sie sich noch gern an den großen Auftritt des Neu-Braunschweigers im Viertelfinale gegen Artland. Da zog Davis im dritten Spiel in Quakenbrück bei nur noch 3,8 Sekunden Spielzeit zum Korb und erzielte den 77:76-Siegtreffer. „Das war ein Moment, der dem ganzen Team Selbstvertrauen gegeben und somit geholfen hat, das Finale zu erreichen“, berichtet der 31-Jährige. „Und es war natürlich auch einer der Höhepunkte in meiner Karriere.“
Als nach weiteren Stationen in Polen, Zypern, Griechenland und Belgien im Sommer der Anruf aus Braunschweig kam, habe er mit seiner Zusage nicht lange überlegen müssen, sagt Davis. „Die BBL hatte mir damals gut gefallen, und mit Coach Kostas Flevarakis hatte ich in Athen zusammengearbeitet. Ich mag seinen Arbeitsstil und seine Basketball-Philosophie, also war ich begeistert, als das Angebot kam.“
Auch die klare Niederlage am Mittwoch hat den derzeit mit 12,7 Punkten im Schnitt zweitbesten und zugleich mit 64 Prozent Quote treffsichersten Werfer der Phantoms nicht von seinem positiven Gefühl und seinem Play-off-Ziel abgebracht. „In Hagen haben wir nicht unseren Stil gespielt, wir haben uns nicht an unseren taktischen Plan gehalten“, rügt der Regisseur. „Aber die Fehler sind analysiert und reparierbar. Wir haben clevere Spieler und einen schlauen Coach, wir werden noch einige Überraschungen landen.“
Seine Rolle sieht Davis darin, für Spielfluss zu sorgen. „Ich bin ein Spielmacher, der zunächst den Pass sucht, das Teamspiel in Gang bringt. Darauf kommt es an. Aber ich kann auch scoren, wenn es nötig ist.“ Eine Aussage, die er mit 18 Punkten in Hagen untermauert hatte.
Das Zusammenspiel mit Aufbau-Kollege Dennis Schröder gefällt dem Routinier ebenfalls. „Er ist ein großartiges Talent. Wir ergänzen uns gut, und wir können hin- und herwechseln, ohne dass das Team an Qualität verliert“, lobt er den 19-Jährigen. Bei den Auswärtsspielen teilen sich die Spielmacher das Zimmer. „Wir verstehen uns auch außerhalb des Spielfelds gut, und das ist wichtig.“
Um langfristig in die Erfolgsspur zu kommen, müssten die Phantoms noch disziplinierter das Spielkonzept der Trainer umsetzen, nimmt Davis sich und die Kollegen in die Pflicht. „Wenn wir das tun, dann wird das Spiel auch viel einfacher für uns. Gegen Bonn wollen wir das jedenfalls beherzigen und unseren ersten Heimsieg feiern.“
•Phantoms Braunschweig – Baskets Bonn, heute, 19.30 Uhr, VW-Halle.


